Eine neue Batterie einstecken und fertig – das war einmal. Bei modernen Fahrzeugen mit Energiemanagement muss die neue Batterie dem Steuergerät bekannt gemacht werden.
Warum moderne Fahrzeuge Batterie-Codierung brauchen
Fahrzeuge ab ca. 2006 (besonders Mercedes, BMW ab E-Reihe, VW ab 2010) haben ein intelligentes Batterie-Management-System (BMS). Das BMS lernt das Lade- und Entlad-Verhalten der eingebauten Batterie über Monate.
Wenn eine neue Batterie eingebaut wird ohne Codierung: Das BMS denkt noch, die alte (erschöpfte) Batterie sei drin. Es lädt entsprechend konservativ – die neue Batterie wird nicht optimal genutzt, hält kürzer und das Start-Stop-System funktioniert nicht korrekt.
Was bei der Codierung passiert
Das Diagnosegerät übermittelt ans BMS-Steuergerät:
- Batterie-Typ (AGM, EFB oder Standard-Blei)
- Kapazität in Ah
- Kältestartleistung (CCA)
- Einbaudatum (Lernzyklus startet neu)
Nach der Codierung: BMS startet frischen Lern-Zyklus, Start-Stop funktioniert sofort, Lademanagement korrekt.
Bei welchen Marken ist es zwingend
Mercedes (ab W204/W212): BMS-Codierung über XENTRY zwingend. Falsche Batterie-Codierung führt zu ständig laufendem Generator oder zu wenig Ladung.
BMW (ab E-Reihe): ISTA Batterie-Registrierung. Ohne Registrierung: Start-Stop dauerhaft deaktiviert, erhöhter Kraftstoffverbrauch.
VW/Audi (ab 2010 mit EFB/AGM): ODIS Batterie-Codierung. Besonders wichtig bei Start-Stop-Fahrzeugen.
Was ohne Codierung passiert
Kurzfristig: Fahrzeug läuft normal. Langfristig: Batterie hält 2–3 Jahre kürzer als vorgesehen, Start-Stop schaltet sich häufig ab oder gar nicht mehr ein, Generator läuft unter falscher Last.
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