Die Motorkontrollleuchte (MKL, auch Check Engine Light) leuchtet – ein Moment der Unsicherheit für jeden Fahrzeugbesitzer. Was jetzt zu tun ist, hängt davon ab wie sie leuchtet.
Gelb = Prüfen. Rot/Blinkend = Sofort stoppen.
Dauerhaft gelb leuchtend: Kein sofortiger Handlungszwang für die nächsten Kilometer. Aber: Termin für Diagnose in Kürze. Fahrzeug fährt, aber irgendein System hat einen gespeicherten Fehler oder läuft im Notbetrieb.
Gelb blinkend: Zündaussetzer erkannt. Sofort Drehzahl senken, kein sportliches Fahren. Unverbrannter Kraftstoff gelangt in den Katalysator und kann ihn beschädigen. Zeitnah zur Werkstatt.
Rot oder in Kombination mit weiteren Warnleuchten (Öldruck, Temperatur): Motor sofort abstellen. Weiterfahren kann den Motor irreparabel beschädigen.
Was hinter der MKL steckt
Die MKL leuchtet bei OBD-II-Fehlercodes (seit 1996 in allen Fahrzeugen) die das Motorsteuergerät, Abgassystem, Kraftstoffanlage oder Getriebe betreffen.
Typische Ursachen:
P0xxx – Powertrain-Fehler: Lambdasonden, Katalysator-Effizienz (P0420/P0430), Kraftstoffsystem (P0171/P0172 – zu mager/zu fett), Zündaussetzer (P0301–P0306), Drosselklappe.
P1xxx – Hersteller-spezifisch: Hier reicht generisches OBD oft nicht. Zum Beispiel zeigt P1340 bei VW etwas anderes als bei BMW.
P2xxx – Emissionssystem: AGR, DPF, Lambdaheizung.
P3xxx – Hersteller-spezifisch oder Doppelbelegung.
Warum reines Fehlerspeicher-Auslesen nicht reicht
Ein Fehlercode sagt “was” ist auffällig – nicht “warum”. P0171 (System zu mager) kann sein: Lambdasonde defekt, Luftmassenmesser drift, Kraftstoffpumpe schwach, Luftleck. Alle erzeugen denselben Code.
Ohne Messung der Istwerte (Live-Daten: Lambdawerte, Luft-Kraftstoffverhältnis, Lambdaregelung, Motorlast) ist der Code nur ein Startpunkt – keine Diagnose.
Bei XENTRY, ISTA oder ODIS kommen hersteller-spezifische Fehlercodes dazu, die kein generisches OBD-Gerät liest.
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