Vibrationen im Lenkrad ab 80 km/h, ein rhythmisches Schütteln bei bestimmten Geschwindigkeiten: Fast immer Unwuchten im Reifen-Felgen-System. Auswuchten löst das Problem – aber nur wenn es richtig gemacht wird.
Was eine Unwucht ist
Reifen und Felge sind kein perfekter Kreiszylinder. Ungleiche Massenverteilung – schon minimale Unterschiede von wenigen Gramm – führen bei hohen Drehzahlen zu Fliehkräften, die als Vibration spürbar werden.
Fliehkraft steigt mit dem Quadrat der Drehzahl. Ein 5-Gramm-Fehler: bei 50 km/h kaum spürbar. Bei 130 km/h: deutlich. Bei 200 km/h: erheblich.
Warum auswuchten wichtig ist
Fahrkomfort: Vibrationen durch Unwuchten übertragen sich über Lenkung und Karosserie. Ermüdend auf langen Strecken.
Reifenverschleiß: Unwuchten verursachen ungleichmäßigen Verschleiß (flache Stellen, Polygonverschleiß). Das kostet Reifen-Lebensdauer.
Fahrwerk-Verschleiß: Stoßdämpfer, Radlager und Lenkungsteile leiden unter Vibrations-Belastung. Frühzeitiger Verschleiß.
Was gutes Auswuchten auszeichnet
Felgenreinigung vor dem Auswuchten: Dreck auf der Felge verfälscht das Messergebnis. Jeder Ausgleichsgewicht-Ansatz muss auf sauberer Lauffläche erfolgen.
Korrekte Einspannung: Reifen muss zentriert auf der Wuchtmaschine sitzen. Wer das überspringt, erzeugt Messfehler.
Gewicht-Platzierung: Innenplatzierung (Innenrand der Felge) statt klassisch außen – optisch schöner und aerodynamisch günstiger bei Leichtmetallfelgen.
Nachmessung: Nach der Auswucht-Korrektur: Nachmessen und verifizieren.
Wann neu auswuchten nötig ist
Nach jedem Reifenwechsel, nach Reifenreparatur (Vulkanisation), wenn Auswuchtgewichte verloren gehen, nach Kollision mit Bordstein oder tiefem Schlagloch.
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