Reifenpanne – Was tun, Notrad, Reifenpilot und was RSC-Reifen bedeuten

Reifenpanne unterwegs: Pannenhilfe, Notrad, RSC-Technologie. Was bei verschiedenen Fahrzeugen ohne Reserverad zu beachten ist und wann Reifen noch reparierbar sind.

Reifenpanne am falschen Ort zur falschen Zeit – richtige Reaktion macht den Unterschied.

Sofortmaßnahmen bei Reifenpanne

Reifen verliert Luft abrupt: Lenkrad mit beiden Händen festhalten, kontrolliert abbremsen (kein Vollbremsung), sicher am Rand anhalten. Warndreieck aufstellen, Warnweste anlegen.

Niemals: Auf plattem Reifen mehr als 100–200 m fahren (ohne RSC). Felge läuft auf der Straße → Felgenschaden, Reifen zerstört.

Notrad oder Reifenpannen-Set?

Notrad (Ersatzrad): Klassisch, aber immer seltener. Beschränkung beachten: Notrad max. 80 km/h, begrenzte Reichweite (50–100 km). Sofort zum Reifenservice danach.

Reifenpannen-Set (Dichtmilch + Kompressor): Nur bei Nagel-Pannage ohne Seitenwandverletzung. Milch schließt die Einstichstelle von innen, Luft wieder aufpumpen. Reifen danach nicht mehr für dauerhaften Betrieb geeignet – reparaturpflicht beim Reifenservice kommunizieren.

RSC (Run Flat Tyre / Runflat)

Fahrzeuge ohne Reserverad oft mit RSC-Reifen. Verstärkte Seitenwand – fährt bis 80 km/h und bis 80 km auf 0 bar. Wichtig: RDKS (Reifendruckkontrollsystem) muss vorhanden sein – man spürt plattem RSC-Reifen oft nicht.

RSC reparierbar? Nein – RSC-Reifen nach Panne immer ersetzen. Seitenwand-Belastung bei Runflat-Betrieb: nicht beurteilbar ob interne Strukturschäden entstanden.

Wann Reifen reparierbar ist

Standard-Reifen nach Nageleinstich in Lauffläche (nicht Schulter, nicht Seitenwand): Vulkanisation von innen durch Reifenservice. <6mm Einstichdurchmesser, in Lauffläche-Mitte → reparierbar. Seitenwand: nie reparieren.


Reifenpanne oder Reifenwechsel? Wir helfen schnell. Termin oder Notfall: 05505 5236.