Stoßdämpfer verschlissen – Erkennen, Prüfen und wann Tausch nötig ist

Schlechter Fahrkomfort, längerer Bremsweg, Fahrzeug schaukelt nach Bodenwellen: defekte Stoßdämpfer sind nicht nur unangenehm, sondern sicherheitsrelevant.

Stoßdämpfer verschleißen schleichend – kein plötzlicher Ausfall, sondern kontinuierliche Verschlechterung über Jahre. Deshalb fällt der Defekt oft erst bei der Hauptuntersuchung auf.

Symptome verschlissener Stoßdämpfer

Fahrzeug schaukelt oder nickt nach Bodenwellen: Federbewegungen werden nicht ausreichend gedämpft. Bei neuen Dämpfern kehrt das Fahrzeug nach einer Bodenwelle in 1–1,5 Schwingungen zur Ruhe zurück. Verschlissene Dämpfer: 3–4 Schwingungen.

Heck oder Front bricht beim Bremsen ein: Nicken beim Bremsen nimmt zu. Bremsweg verlängert sich – bei 100 km/h bis zu 4 Meter bei stark verschlissenen Dämpfern. Sicherheitsrelevant.

Schlechte Spurhaltung in Kurven: Fahrzeug fühlt sich “schwimmend” an, weniger Straßenkontakt.

Geräusche: Knacken oder Poltern bei Bodenunebenheiten – oft defekte Staubschutzmanschette oder ausgeschlagenes Stützlager, nicht zwingend der Dämpfer selbst.

Ölverlust am Dämpfer: Sichtbare Öl-Nasspfade am Dämpferkörper. Dämpfer verliert Hydrauliköl → Dämpfungswirkung sinkt.

HU-Prüfung Fahrwerk

Beim Bremsenprüfstand (TÜV/Dekra): Aufstandskraftmessung. Wenn Achslast-Schwankung >50% → Mangel. Starker Mangel an Stoßdämpfern = kein TÜV-Stempel.

Wann tauschen?

Als Faustformel gilt: ab 80.000–100.000 km regelmäßige Sichtprüfung. Stoßdämpfer sollten immer achsweise (beide Seiten) getauscht werden – ein neuer und ein alter Dämpfer auf einer Achse ergibt ungleiches Kurvenverhalten.

Gleichzeitig prüfen: Domlager (Knackgeräusche), Staubschutzmanschetten, Feder auf Bruch.


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