Unterbodenversiegelung Neufahrzeug – sofort oder warten?

Unterbodenversiegelung beim Neufahrzeug: Wann ist der richtige Zeitpunkt? Was der Hersteller ab Werk schützt und warum der frühe Eingriff Substanz sichert.

Unterbodenversiegelung Neufahrzeug – sofort oder warten?
TL;DR – Unterbodenversiegelung beim Neufahrzeug
  • Werksschutz ist gut, aber zeitlich begrenzt: Verzinkte Bleche, KTL-Grundierung, Unterbodenschutz und Hohlraum-Wachs sichern die Karosserie für die Dauer der Durchrostungsgarantie – danach lässt der Schutz planmäßig nach.
  • Es bleiben Lücken ab Werk: Schweißnähte, innenliegende Falze, Innenschweller-Enden, A-Säulen-Fußpunkte und Längsträger-Innenseiten erreicht der werkseitige Wachsfluss nur eingeschränkt.
  • Der frühe Eingriff ist überlegen: Beim Neuwagen ist der Unterboden sauber und rostfrei – ideale Haftung, vollständige Hohlraumkonservierung ohne Schmutz- und Salzkontamination.
  • Warten kostet später Mehraufwand: Ab drei bis fünf Jahren wird Vorreinigung und Steinschlag-Sanierung nötig, der Werks-Hohlraumschutz lässt bereits nach.
  • Garantie bleibt unberührt: Die Durchrostungsgarantie deckt Rost von innen – fachgerechte Konservierung verstärkt diesen Schutz und greift nicht in tragende Strukturen ein.
  • Unser Prinzip: Werksschutz ergänzen statt ersetzen – Mike Sanders oder Fluid Film gezielt in die ungeschützten Hohlräume, dokumentiert und nach Sichtprüfung.
  • Beratung und Termin: Telefon 05505 5236 oder per WhatsApp – wir empfehlen das sinnvolle Paket für Ihr Fahrzeug.

Unterbodenversiegelung beim Neuwagen – lohnt sich das? Die Frage stellt sich jeder, der gerade ein Fahrzeug mit besonderem Wert übernommen hat: ein neues Familienauto, einen Jahreswagen, das sportliche Zweitfahrzeug. Die Antwort ist ein klares Ja, aber nicht, weil der Hersteller schlechte Arbeit leistet. Sondern weil Werksschutz und Langzeitschutz zwei verschiedene Ziele verfolgen und unterschiedliche Bereiche abdecken. Wer das versteht, trifft eine fundierte Entscheidung über den richtigen Zeitpunkt – und sichert die Substanz seines Fahrzeugs von Anfang an.

Dieser Beitrag ordnet ein, was moderne Neufahrzeuge ab Werk an Korrosionsschutz mitbringen, wo dieser Schutz planmäßig endet und welche Argumente für das sofortige Handeln und welche für das Warten sprechen. Am Ende steht eine klare Empfehlung – und der konkrete Weg, wie wir in Hardegsen-Gladebeck vorgehen.

Was der Hersteller ab Werk leistet

Ein modernes Neufahrzeug verlässt das Werk nicht ungeschützt. Über die letzten Jahrzehnte haben die Hersteller den Korrosionsschutz erheblich verbessert – verzinkte Karosseriebleche sind heute Standard, und der Schutz wird in mehreren aufeinander abgestimmten Stufen aufgebaut.

Kataphoretische Tauchlackierung (KTL-Grundierung): Die gesamte Rohkarosserie wird in ein Elektrotauchbad getaucht. Das erzeugt eine gleichmäßige, etwa zwanzig Mikrometer dicke Grundierungsschicht auf allen erreichbaren Metallflächen – auch in Hohlräumen, soweit die Tauchlösung eindringt. Die KTL-Grundierung ist der wichtigste Einzelschutz gegen Korrosion und wird von allen Herstellern in vergleichbarer Qualität angewendet.

Werkseitiger Unterbodenschutz: Eine Beschichtung aus PVC oder Bitumen auf dem Unterboden, typischerweise eineinhalb bis zwei Millimeter dick. Sie schützt gegen Steinschlag und Spritzwasser von der Fahrbahn. Abdeckung und Qualität variieren je nach Hersteller und Modell – Premium-Hersteller beschichten in der Regel großflächiger als Volumenhersteller.

Hohlraum-Wachsinjektion: Schweller und Türen werden ab Werk mit Heißwachs gefüllt. Die Injektion erfolgt jedoch an definierten Punkten, und nicht jede Hohlraumzone wird gleichmäßig erreicht. Das ist kein Versäumnis, sondern eine Folge der industriellen Fertigung im Takt.

Dieses dreistufige System reicht aus, um die Karosserie über die Dauer der Herstellergarantie zu schützen – in der Regel zehn bis zwölf Jahre Durchrostungsgarantie. Genau das ist das Ziel des Werksschutzes: die Substanz für den vom Hersteller zugesagten Zeitraum zu sichern. Darüber hinaus nimmt der Schutz planmäßig ab.

Wo der Werksschutz Lücken lässt

Der Werksschutz endet nicht abrupt, aber er deckt von Anfang an nicht jede Stelle vollständig ab. Wer den Unterboden eines Neuwagens auf der Hebebühne genau betrachtet, erkennt die typischen Schwachstellen:

  • Hohlräume nicht vollständig gefüllt: Besonders Innenschweller-Enden, A-Säulen im unteren Bereich, B-Säulen-Fußpunkte und Längsträger-Innenseiten sind oft nicht durchgängig gewachst. Die Wachsinjektion erfolgt an Einbringpunkten – entferntere Bereiche werden durch die Fließeigenschaften des Wachses nur eingeschränkt erreicht.
  • Schweißnähte und Falze: Die werkseitige Nahtabdichtung deckt die sichtbaren Nähte ab, aber innenliegende Falze und Überlappungen in Hohlräumen sind häufig nicht zusätzlich geschützt. Genau in diesen Falzen sammelt sich Feuchtigkeit – die klassische Geburtsstätte von Korrosion.
  • Unterbodenschutz begrenzt steinschlagresistent: Bereits nach der ersten Winterperiode mit Schotter und Streusalz zeigen sich erste Abplatzungen. Jede freigelegte Stelle ist ein potenzieller Korrosionsherd, weil dort blankes, nur durch die dünne KTL-Schicht geschütztes Blech der Witterung ausgesetzt ist.
  • Radkästen und Achsaufnahmen: Hoch beanspruchte Bereiche, die ab Werk oft nur dünn beschichtet sind und durch Spritzwasser, Salz und mechanische Belastung besonders schnell altern.

Diese Lücken sind kein Mangel der Fahrzeuge, sondern die Differenz zwischen industriellem Serienschutz und individueller Konservierung. Genau hier setzt eine fachgerechte Nachrüstung an.

Für Interessierte: Warum Werksschutz und Konservierung sich verhalten wie der Iron-Man-Anzug aus dem Regal und der maßgefertigte Mark-Suit

Wer die Iron-Man-Filme kennt, erinnert sich an die Entwicklung der Anzüge. Der erste Anzug, in der Höhle aus dem zusammengebaut, was gerade verfügbar war, schützte Tony Stark zuverlässig in der entscheidenden Situation – aber er war ein Universalschutz, an keine einzelne Schwachstelle angepasst. Erst in der Werkstatt entstanden die maßgefertigten Mark-Anzüge, die jede Fuge, jedes Gelenk und jede Belastungszone individuell absicherten. Der Werks-Korrosionsschutz eines Neuwagens entspricht dem ersten Anzug: solide, standardisiert, für den Großteil der Beanspruchung ausgelegt. Die professionelle Hohlraum- und Unterbodenkonservierung entspricht dem maßgefertigten Suit – sie schließt exakt die Stellen, die ein Serienschutz aus Prinzip offenlässt.

Wann Korrosion tatsächlich beginnt. Rost braucht drei Zutaten: Eisen, Sauerstoff und Wasser. Streusalz beschleunigt den Prozess dramatisch, weil es als Elektrolyt wirkt und die elektrochemische Reaktion in Gang hält, lange nachdem die Fahrbahn wieder trocken ist. In einem Hohlraum, in dem salzhaltige Feuchtigkeit über Tage nicht abtrocknet, läuft die Korrosion praktisch ununterbrochen. Sichtbar wird sie erst, wenn das Blech von innen durchgerostet ist – Jahre später, oft genau zum Zeitpunkt, an dem die Durchrostungsgarantie ausläuft. Beim Neufahrzeug existieren diese Bedingungen noch nicht: Die Hohlräume sind sauber und trocken. Wer jetzt konserviert, verhindert, dass sich überhaupt erst ein Elektrolyt-Reservoir bildet.

Warum der Werks-Hohlraumschutz nachlässt. Das eingebrachte Heißwachs ist anfangs zähflüssig und benetzt die Blechflächen gut. Über die Jahre verändert es jedoch seine Eigenschaften, kann an Belastungspunkten abreißen oder durch Wärmeeintrag und Vibration aufbrechen. Hochkriechfähige Konservierungsmittel wie Mike Sanders Fett oder Fluid Film verhalten sich anders: Sie bleiben dauerhaft kriechfähig, verteilen sich selbst nach und benetzen auch Falze, die der Werks-Injektion verschlossen blieben. Genau diese Selbstheilungseigenschaft macht sie zum sinnvollen Ergänzungsschutz – nicht als Ersatz für den Werksschutz, sondern als zweite, gezielt platzierte Verteidigungslinie an den Stellen, die die erste Linie nicht erreicht.

Die Lehre des maßgefertigten Anzugs. Der entscheidende Punkt ist nicht, dass der Serienschutz schlecht wäre – er ist es nicht. Der Punkt ist, dass ein Universalschutz aus systematischen Gründen Lücken hat, die nur eine individuelle, am konkreten Fahrzeug ausgeführte Konservierung schließen kann. Beim Neuwagen ist der ideale Moment dafür gekommen, solange die Substanz makellos ist.

Argument SOFORT: Warum der frühe Eingriff überlegen ist

Für das sofortige Handeln nach dem Kauf sprechen vier sachliche Gründe, die alle auf einem gemeinsamen Prinzip beruhen: Schutz aufbauen, bevor der erste Schaden entsteht.

Erstens – saubere, rostfreie Oberflächen bedeuten ideale Haftung. Jede zusätzliche Beschichtung haftet nur so gut wie der Untergrund, auf den sie aufgetragen wird. Beim Neuwagen ist der Unterboden trocken, fettfrei und frei von jeder Vorkorrosion. Das ist die beste denkbare Ausgangslage für eine dauerhafte Konservierung.

Zweitens – unkontaminierte Hohlräume erlauben die vollständige Konservierung. Solange sich in Schwellern und Längsträgern noch keine Ablagerungen aus Schmutz und Salz gebildet haben, kann das Konservierungsfluid ungehindert in jede Ritze kriechen. In einem bereits kontaminierten Hohlraum behindern die Ablagerungen die Kriechfähigkeit – der Schutz wird lückenhaft.

Drittens – Korrosionsschutz von Anfang an statt nachträgliches Aufholen. Wer sofort handelt, baut den Schutz auf, bevor überhaupt ein Korrosionsprozess beginnen kann. Wer wartet, muss später nicht nur konservieren, sondern zuvor reinigen und gegebenenfalls bereits entstandene Schäden sanieren. Vorbeugen ist substanzschonender als Nachbessern.

Viertens – maximaler Werterhalt. Ein durchgängig und nachweisbar geschützter Unterboden ist ein Argument beim späteren Verkauf und ein Beitrag zur langfristigen Substanz. Gerade bei Fahrzeugen, die ihren Besitzern lange erhalten bleiben sollen, zahlt sich der frühe Schutz über die gesamte Haltedauer aus.

Argument WARTEN: Was dafür spricht – und was wirklich dahintersteckt

Das häufigste Argument gegen den frühen Eingriff lautet: Der Hersteller gibt doch eine Durchrostungsgarantie von oft zwölf Jahren – warum dann zusätzlich handeln? Diese Überlegung verdient eine präzise Antwort, denn sie beruht auf einem verbreiteten Missverständnis.

Die Durchrostungsgarantie deckt ausschließlich die Durchrostung von innen nach außen ab – also den Fall, dass ein Blech von der nicht einsehbaren Hohlraumseite her komplett durchrostet. Sie deckt nicht den Oberflächenrost, der an freigelegten Unterbodenstellen, an Falzen und an Steinschlagschäden entsteht und der die Substanz über Jahre angreift, ohne je einen Garantiefall auszulösen. Die Garantie schützt also einen eng definierten Schadensfall, nicht den Erhalt des gesamten Fahrzeugbodens.

Ein zweites Argument betrifft die Sorge, ein Eingriff könnte die Garantie gefährden. In der Praxis ist diese Sorge bei fachgerechter Ausführung unbegründet: Eine Hohlraumkonservierung und eine ergänzende Unterbodenversiegelung wirken in dieselbe Richtung wie die Garantie – sie verstärken den Korrosionsschutz. Wir greifen nicht in tragende Strukturen ein und ersetzen den Werksschutz nicht, sondern ergänzen ihn. Damit Sie auf der sicheren Seite sind, dokumentieren wir bei jungen Fahrzeugen das verwendete Material und die behandelten Bereiche und stimmen den Umfang vorab mit Ihnen ab.

Es bleibt ein nachvollziehbarer Grund, den Zeitpunkt bewusst zu wählen statt überstürzt zu handeln: Bei einem nahezu ungenutzten Neuwagen kann eine erste Sichtprüfung sinnvoll vorausgehen, um den Werksschutz zu beurteilen und das passende Paket zu definieren. Das ist kein Argument für jahrelanges Warten, sondern für ein überlegtes Vorgehen – und genau dieses Vorgehen bieten wir an.

Der optimale Zeitpunkt nach Fahrzeugalter

Aus der Praxis lässt sich der sinnvolle Zeitpunkt klar nach dem Fahrzeugalter ordnen:

ZeitpunktMaßnahme
Sofort nach Kauf (Neuwagen / Jahreswagen unter 2 Jahre)Hohlraumkonservierung und ergänzende Unterbodenversiegelung – beste Haftung, vollständige Konservierung möglich
1. Sommer nach dem ersten WinterUnterboden-Inspektion, Steinschlag-Stellen kontrollieren
Ab 3 bis 5 JahreVorreinigung, Steinschlag-Sanierung, dann Versiegelung – Hohlraumschutz besonders wichtig, da Werkswachs nachlässt
Alle 4 bis 5 JahreHohlraumkonservierung erneuern
Über 10 JahreIndividuelle Bewertung nach Rost-Zustand – von Auffrischung bis Neubeschichtung nach Rostbehandlung

Sofort nach Kauf ist und bleibt die fachlich beste Entscheidung. Ab drei bis fünf Jahren ist die Konservierung weiterhin sinnvoll, aber aufwendiger: Der Unterboden muss vor der Versiegelung gründlich gereinigt werden, bestehende Steinschlagschäden werden saniert. Die Hohlraumkonservierung ist in dieser Phase besonders wichtig, weil der werkseitige Wachsschutz bereits nachlässt. Über zehn Jahre richtet sich das Vorgehen nach dem vorhandenen Zustand – hier ist eine individuelle Befundung die Grundlage jeder Empfehlung.

Wichtig in jeder Phase: Mehrfaches, unnötig dickes Auftragen von Unterbodenschutz ist nicht sinnvoll. Es erhöht das Gewicht und kann die Wärmeableitung behindern. Sinnvoll ist ein gezielter, fachgerecht dosierter Schutz an den richtigen Stellen.

Besonderheit Region Hardegsen und Südniedersachsen

In Südniedersachsen wird im Winter regelmäßig und großzügig gestreut. Streusalz gelangt auch bei moderater Nutzung in Radkästen und Hohlräume, bindet dort Feuchtigkeit und bleibt über Wochen aktiv. Gerade Fahrzeuge, die viel stehen, trocknen in den Hohlräumen schlechter ab als Wagen im täglichen Gebrauch – ein Grund, warum auch Wenigfahrer und gepflegte Zweitfahrzeuge vom frühen Schutz profitieren.

Wer sein Fahrzeug in dieser Region bewegt, sollte den werkseitigen Schutz deshalb nicht als abschließende Maßnahme verstehen, sondern als Basis, die durch eine gezielte Hohlraumkonservierung ergänzt wird. Das gilt für den Pendler ebenso wie für den Automobil-Liebhaber, dem die Substanz seines Fahrzeugs am Herzen liegt.

Unser Vorgehen: Werksschutz ergänzen statt ersetzen

Unser Grundsatz ist einfach und konsequent: Wir tragen keinen dicken Panzer über die intakte Werksbeschichtung, sondern arbeiten gezielt dort, wo der Werksschutz Lücken lässt. Vor jedem Eingriff steht eine Sichtprüfung und Befundung auf der Hebebühne, bei der wir den Zustand des Werksschutzes beurteilen und Ihnen das sinnvolle Paket empfehlen.

In die Hohlräume bringen wir kriechfähige Konservierungsmittel wie Mike Sanders Fett oder Fluid Film ein. Diese Materialien benetzen auch feinste Falze und Überlappungen, die der werkseitige Wachsfluss nicht erreicht, und verteilen sich über die Zeit selbst nach. Auf den Unterboden ergänzen wir bei Bedarf eine zusätzliche Schutzschicht in den am stärksten beanspruchten Zonen. Welche Maßnahmen genau sinnvoll sind, hängt vom Fahrzeug, vom Einsatzprofil und vom Alter ab – die Hohlraumversiegelung bildet dabei in fast allen Fällen den Kern.

Den Umfang und die Kosten ordnen wir nach Fahrzeugklasse und Zustand transparent ein. Die Übersicht nach Fahrzeugklassen gibt Ihnen eine erste Orientierung, ein verbindlicher Festpreis folgt nach der Sichtprüfung.

HU/AU und Korrosionsschutz

Korrosion am Unterboden ist nicht nur ein Werterhaltungsthema, sondern auch ein sicherheitsrelevanter Prüfpunkt: Durchgerostete tragende Teile, Achsaufnahmen oder Bremsleitungen führen zu Mängeln bei der Hauptuntersuchung. Wer den Unterboden früh und fachgerecht schützt, sorgt vor – die Untersuchung verläuft entsprechend reibungslos. Die Hauptuntersuchung (HU) erfolgt durch unsere Partner TÜV Nord und Dekra, die Abgasuntersuchung (AU) durch uns über den Bundesinnungsverband des Kraftfahrzeughandwerks (BIV). Wir bieten für Unternehmer auch die DGUV-Prüfung an.

Ihr nächster Schritt – fundierte Entscheidung statt Bauchgefühl

Die Versiegelung beim Neuwagen ist keine Frage von Werksschutz gegen Nachrüstung, sondern die kluge Kombination aus beidem zum richtigen Zeitpunkt. Der frühe Eingriff sichert die Substanz, solange sie makellos ist – das ist die vorausschauende Investition, die sich über die gesamte Haltedauer auszahlt.

Ob Neuwagen, Jahreswagen oder Bestandsfahrzeug: Schreiben Sie uns Fahrzeug und Baujahr, und wir empfehlen Ihnen das sinnvolle Paket. Wir nehmen uns die Zeit, Ihre Situation einzuordnen, und führen die Konservierung mit der Sorgfalt aus, die ein Fahrzeug mit besonderem Wert verdient.

Rufen Sie uns an: 05505 5236 – wir beraten Sie persönlich zum richtigen Zeitpunkt und Umfang. Oder schreiben Sie uns direkt per WhatsApp für eine erste fachliche Einschätzung.


Weiterführende Informationen


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Häufig gestellte Fragen

Lohnt sich eine Unterbodenversiegelung beim Neuwagen überhaupt – der Hersteller schützt doch schon ab Werk?

Ja, der frühe Eingriff lohnt sich, und zwar nicht weil der Werksschutz mangelhaft wäre, sondern weil Werksschutz und Langzeitschutz unterschiedliche Ziele verfolgen. Der Hersteller sichert die Karosserie für die Dauer der Durchrostungsgarantie ab, danach lässt der Schutz planmäßig nach. Moderne Neuwagen kombinieren verzinkte Bleche, eine kataphoretische Tauchgrundierung, einen werkseitigen Unterbodenschutz aus PVC oder Wachs sowie eine Hohlraum-Wachsinjektion. Diese Stufen decken aber nicht jeden Bereich vollständig ab: Schweißnähte, innenliegende Falze und entfernte Hohlraumzonen erreicht der werkseitige Wachsfluss nur eingeschränkt. Eine ergänzende Hohlraumkonservierung und eine zusätzliche Unterbodenversiegelung schließen genau diese Lücken – am wirksamsten, solange der Unterboden noch sauber und rostfrei ist.

Sofort nach Kauf oder erst nach ein paar Jahren versiegeln?

Aus fachlicher Sicht ist der Zeitpunkt direkt nach dem Kauf der sinnvollste – bei Neuwagen ebenso wie bei Jahreswagen unter zwei Jahren. Der Unterboden ist dann sauber, trocken und frei von Vorkorrosion, was die beste Haftung für jede zusätzliche Beschichtung bedeutet. Die Hohlräume sind noch nicht mit Schmutz, Salz und Feuchtigkeit kontaminiert, sodass das Konservierungsfluid ungehindert in jede Ritze kriechen kann. Wer wartet, baut keinen Vorteil auf, sondern muss später aufholen: Ab drei bis fünf Jahren wird eine gründliche Vorreinigung nötig, Steinschlagstellen müssen saniert werden, und der werkseitige Hohlraumschutz lässt bereits nach. Der frühe Eingriff ist damit die wirtschaftlich und technisch überlegene Entscheidung für den Werterhalt.

Kann eine Unterbodenversiegelung die Herstellergarantie auf Durchrostung gefährden?

In der Praxis ist das bei fachgerechter Ausführung kein Thema. Die Durchrostungsgarantie der Hersteller deckt ausschließlich die Durchrostung von innen nach außen ab – also wenn ein Blech von der Hohlraumseite her durchrostet. Eine fachgerechte Hohlraumkonservierung und eine Unterbodenversiegelung wirken in dieselbe Richtung wie die Garantie: Sie verstärken den Korrosionsschutz, statt ihn zu schwächen. Wir ergänzen den Werksschutz und greifen nicht in tragende Strukturen ein. Damit Sie auf der sicheren Seite sind, dokumentieren wir Material und Auftragsbereiche, sodass jederzeit nachweisbar ist, dass keine garantierelevante Veränderung vorgenommen wurde. Bei jungen Fahrzeugen mit laufender Garantie stimmen wir den Umfang vorab mit Ihnen ab.

Was genau macht der Hersteller ab Werk und wo bleiben die Lücken?

Der werkseitige Korrosionsschutz besteht aus drei Stufen. Erstens die kataphoretische Tauchlackierung: Die Rohkarosserie wird komplett in ein Elektrotauchbad getaucht und erhält eine gleichmäßige Grundierung von etwa zwanzig Mikrometern – der wichtigste Einzelschutz. Zweitens der Unterbodenschutz aus PVC oder Bitumen, rund eineinhalb bis zwei Millimeter dick, gegen Steinschlag und Spritzwasser. Drittens die Hohlraum-Wachsinjektion in Schwellern und Türen. Die Lücken liegen dort, wo das Verfahren an seine Grenzen stößt: Innenschweller-Enden, A-Säulen-Fußpunkte und Längsträger-Innenseiten werden vom Wachs nur begrenzt erreicht, innenliegende Falze sind oft ungeschützt, und der Unterbodenschutz platzt an hoch beanspruchten Stellen nach dem ersten Salzwinter ab. Genau diese Stellen schließen wir gezielt.

Welches Verfahren setzt KFZ Dietrich beim Neuwagen ein?

Unser Grundsatz lautet: Werksschutz ergänzen statt ersetzen. Wir tragen keinen dicken Panzer über die intakte Werksbeschichtung, sondern arbeiten gezielt dort, wo der Werksschutz Lücken lässt. In die Hohlräume bringen wir kriechfähige Konservierungsmittel wie Mike Sanders Fett oder Fluid Film ein, die auch feinste Falze und Überlappungen benetzen und sich selbst nachverteilen. Auf den Unterboden ergänzen wir bei Bedarf eine zusätzliche Schutzschicht in den am stärksten beanspruchten Zonen. Vor jedem Eingriff steht eine Sichtprüfung auf der Hebebühne, damit wir Ihnen genau das sinnvolle Paket empfehlen – nicht mehr und nicht weniger, als Ihr Fahrzeug und Ihr Einsatzprofil erfordern.

Brauche ich das auch, wenn ich in der Region Hardegsen wenig im Winter fahre?

Auch bei moderater Nutzung ist der frühe Schutz sinnvoll, denn Korrosion beginnt nicht erst bei Vielfahrern. In Südniedersachsen wird im Winter regelmäßig gestreut, und Streusalz gelangt auch bei wenigen Fahrten in die Radkästen und Hohlräume, wo es Feuchtigkeit bindet und über Wochen aktiv bleibt. Gerade Fahrzeuge, die viel stehen, trocknen in den Hohlräumen schlechter ab als Wagen in täglichem Gebrauch. Der werkseitige Schutz verzögert die Korrosion, verhindert sie aber nicht dauerhaft. Eine ergänzende Hohlraumkonservierung beim Neuwagen oder Jahreswagen ist deshalb eine vorausschauende Investition in die Substanz – unabhängig davon, ob Sie täglich pendeln oder Ihr Fahrzeug pflegen und schonen.

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