Leasing-Trend 2026: BEV 45 % vs Verbrenner 23 %

DAT-Report 2026: Leasingquote BEV 45 %, PHEV 47 %, Verbrenner 23 %. Warum E-Autos häufiger geleast werden.

Leasing-Trend 2026: BEV 45 % vs Verbrenner 23 %
TL;DR
  • BEV-Leasingquote: 45 % (privat)
  • PHEV-Leasingquote: 47 %
  • Verbrenner-Leasingquote: 23 % – nur die Hälfte
  • Grund: Restwertrisiko der E-Auto-Technologie auf Leasinggeber übertragen
  • Bei E-Auto-Kauf: SoH-Diagnose vor Kauf zwingend

Der DAT-Report 2026 zeigt einen markanten Unterschied: Während Verbrennerfahrzeuge nur zu 23 % geleast werden, liegt die Quote bei BEV/PHEV doppelt so hoch.

Die Daten

AntriebsartLeasingquote privat
BEV (Elektroauto)45 %
Plug-in-Hybrid47 %
Verbrenner23 %

Warum die Diskrepanz?

1. Restwert-Unsicherheit

Bei E-Autos schwanken die Restwerte stark:

  • Schnelle Modellgenerationen-Wechsel
  • Bessere Reichweite neuer Modelle drückt Gebrauchtpreise
  • Batterie-SoH als wertbestimmender Faktor
  • Software-Updates des Herstellers beeinflussen Wert

Beim Leasing trägt der Leasinggeber dieses Risiko – das macht E-Auto-Leasing für den Halter attraktiv.

2. Hersteller-Förderung

Hersteller bieten BEV-Leasing oft unter Marktpreis, um Verkaufszahlen zu steigern – Bundesförderung und Hersteller-Boni werden direkt im Leasing-Faktor verrechnet.

3. Technologische Sicherheit

Wer ein E-Auto leasen, hat nach 3-4 Jahren die Möglichkeit, auf neuere Technik umzusteigen. Bei Verbrennern weniger relevant, weil Technik ausgereifter.

Wann lohnt Leasing, wann Kauf?

Leasing empfohlen:

  • Bei E-Auto / Plug-in-Hybrid (Restwertschutz)
  • Bei kurzer geplanter Haltedauer (3-4 Jahre)
  • Bei kalkulierbarer Kilometerleistung
  • Bei kalkulierbarer Monatsrate wichtiger als Eigentum

Kauf empfohlen:

  • Bei langer geplanter Haltedauer (5+ Jahre)
  • Bei hoher Kilometerleistung
  • Bei wertstabilen Modellen (Verbrenner-Klassiker, etablierte Premium-Modelle)
  • Bei Wunsch nach Eigentum und Werterhalt

Werkstatt-relevante Folgen

Bei Leasing-Fahrzeugen ist die Werkstatt-Wahl oft vorgegeben (Vertragswerkstatt). Bei Kauf bleibt die Wahl frei – Pre-Buy-Check vor Kaufentscheidung mit Herstellerdiagnose-Tool ist Standard.

E-Auto-Kauf in Planung? SoH-Diagnose vor Kaufentscheidung. 05505 5236.


Datenquelle: DAT-Report 2026, dat.de/report.


Häufig gestellte Fragen

Warum werden E-Autos häufiger geleast?

Laut DAT-Report 2026 liegt die Leasingquote bei BEV bei 45 %, bei PHEV bei 47 %, bei Verbrennern nur bei 23 %. Hauptgrund: das Restwertrisiko wird auf den Leasinggeber übertragen. Bei E-Autos sind Restwerte aufgrund schneller Modellgenerationen-Wechsel und Batterieentwicklung schwerer kalkulierbar – Leasing schützt den Halter.

Wer trägt das Restwertrisiko beim Leasing?

Beim Standard-Leasing der Leasinggeber. Bei Kilometerleasing zahlt der Leasingnehmer Kilometer-Überschreitung, aber NICHT den Wertverlust. Bei Restwertleasing trägt der Leasingnehmer das Risiko – bei E-Autos wegen Unsicherheit nicht empfohlen.

Was sind die Vor- und Nachteile von BEV-Leasing?

Vorteile: kalkulierbare Monatskosten, kein Restwertrisiko, neueste Technik nach Vertragsende, oft attraktive Hersteller-Konditionen mit Förderprogrammen. Nachteile: keine Eigentum, Kilometerbegrenzung, am Ende oft Folge-Leasing nötig. Bei langer Halterdauer mit hohem SoH lohnt Kauf finanziell.

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