Panne auf der Autobahn: die richtigen Schritte

Panne auf der Autobahn meistern: Standstreifen ansteuern, hinter die Schutzplanke, Warndreieck weit aufstellen und über Notrufsäule oder 112 sicher Hilfe rufen.

Panne auf der Autobahn: die richtigen Schritte
TL;DR
  • Der Standstreifen der Autobahn ist der gefährlichste Pannenort überhaupt – hier gilt eine eigene, strengere Reihenfolge als auf Landstraße oder innerorts.
  • Sofort Warnblinker einschalten, möglichst weit rechts auf den Standstreifen ausrollen, Lenkung Richtung Schutzplanke. Bei Reifenplatzer Lenkrad festhalten und kontrolliert herausbremsen, nicht scharf bremsen.
  • Warnweste noch im Fahrzeug anlegen, ausschließlich nach rechts aussteigen (Beifahrerseite, weg vom Verkehr), Kinder zuerst, Haustiere mitnehmen.
  • Alle Insassen hinter die Schutzplanke – niemals im Fahrzeug oder auf dem Standstreifen warten.
  • Warndreieck mindestens 150 bis 200 Meter hinter dem Fahrzeug aufstellen, hinter Kuppen und Kurven noch weiter davor.
  • Notruf über die orange Notrufsäule (alle 2 km, schwarze Pfeile auf den Leitpfosten weisen die Richtung) oder per 110 / 112 – Autobahnnummer, Fahrtrichtung und Kilometertafel durchgeben.
  • Kein eigenständiges Reparieren und kein Reifenwechsel auf dem Standstreifen. Abschleppen und Bergung übernehmen ausschließlich autorisierte Dienste – anschließend folgt die Ursachendiagnose bei uns.

Eine Panne kann jeden treffen – doch der Ort entscheidet über das Risiko. Auf der Landstraße oder innerorts bleibt meist Zeit zum Überlegen. Auf der Autobahn ist das anders: Hier zieht der Verkehr mit 100, 130 oder mehr Stundenkilometern vorbei, und der schmale Standstreifen ist statistisch einer der gefährlichsten Orte im gesamten Straßenverkehr. Wer hier liegen bleibt, hat keine Minuten zum Nachdenken, sondern Sekunden zum Handeln. Dieser Ratgeber führt Sie ruhig und Schritt für Schritt durch genau diese Sondersituation – von der ersten Sekunde am Lenkrad bis zur sicheren Werkstatt. Bleiben Sie besonnen: Sobald Sie uns erreichen, übernehmen wir ab hier.

Hinweis: Die allgemeinen Grundlagen jeder Pannensituation – Absicherung nach §53a StVZO, Soforthilfe bei Batterie und Reifen, Starthilfe und die Frage, was Sie selbst tun können – behandeln wir ausführlich im Ratgeber Fahrzeugpanne: Was sofort zu tun ist. Geht es um Abschleppen, Bergung und Schlepp-Regeln, lesen Sie Liegen geblieben: Bergung, Abschleppen, richtig handeln. Dieser Beitrag widmet sich gezielt der lebensgefährlichen Sondersituation auf der Autobahn.

Warum die Autobahn anders ist

Auf der Autobahn verschärft sich jede Pannensituation. Drei Faktoren kommen zusammen: die hohe Geschwindigkeit des fließenden Verkehrs, die geringe Reaktionszeit anderer Fahrer und der Umstand, dass der Standstreifen unmittelbar an die Fahrbahn grenzt, ohne trennenden Abstand. Ein Fahrzeug, das auf den Standstreifen gerät – durch Ablenkung, Übermüdung oder ein eigenes Ausweichmanöver –, erreicht Ihr stehendes Fahrzeug in Bruchteilen einer Sekunde. Genau deshalb gelten auf der Autobahn andere Regeln als auf der Landstraße: Hier zählt nicht, das Fahrzeug schnell wieder flott zu bekommen, sondern ausschließlich, alle Personen aus der Gefahrenzone zu bringen.

Der wichtigste Grundsatz vorweg: Das Fahrzeug ist versichert, ersetzbar und reparabel. Sie und Ihre Mitfahrer sind es nicht. Jede Entscheidung in den ersten Sekunden ordnet sich diesem Grundsatz unter. Wer ihn verinnerlicht hat, handelt auch unter Druck richtig.

Schritt 1: Sofort rechts auf den Standstreifen

Kündigt sich ein Defekt an – das Lenkrad zieht stark, der Motor verliert Leistung, eine Warnleuchte mahnt, ein Reifen platzt –, lautet die einzige Priorität: Warnblinker einschalten und möglichst weit rechts auf den Standstreifen ausrollen. Lenken Sie ruhig Richtung Schutzplanke und kommen Sie so weit rechts wie möglich zum Stehen, idealerweise mit den rechten Rädern jenseits des weißen Randstreifens. Je mehr Abstand zwischen Ihrem Fahrzeug und dem fließenden Verkehr liegt, desto besser.

Fahren Sie nicht „bis zur nächsten Ausfahrt” weiter, wenn das Fahrzeug bereits Kontrollverlust anzeigt. Der Standstreifen ist kein Ziel, das man hinauszögern sollte, sondern ein Schutzbereich, den Sie sofort ansteuern.

Bei einem Reifenplatzer gilt eine eigene Technik: Lenkrad fest mit beiden Händen halten, das Fahrzeug geradeaus stabilisieren und in der ersten Sekunde leicht beschleunigen, um es zu strecken. Anschließend langsam und kontrolliert herausbremsen. Scharfes Bremsen oder ruckartiges Lenken destabilisiert das Fahrzeug und kann zum Schleudern führen. Erst wenn das Tempo deutlich gesunken ist, lenken Sie behutsam auf den Standstreifen.

Stellen Sie nach dem Stillstand den Motor ab, lassen Sie die Warnblinkanlage eingeschaltet und ziehen Sie die Feststellbremse an.

Schritt 2: Warnweste anlegen und nur nach rechts aussteigen

Bevor jemand das Fahrzeug verlässt, wird die Warnweste angelegt – und zwar noch im Innenraum. Bewahren Sie die Westen für alle Insassen griffbereit im Innenraum auf, nicht im Kofferraum, denn ein Gang zum Heck auf dem Standstreifen ist gefährlich. Mit angelegter Weste sind Sie vom ersten Schritt an für nachfolgende Fahrer sichtbar.

Steigen Sie ausschließlich zur rechten Seite aus – also zur Beifahrerseite, weg vom fließenden Verkehr. Auf der linken Seite, der Fahrerseite, befinden Sie sich unmittelbar im Gefahrenbereich. Lassen Sie die Insassen nacheinander zur rechten Seite hinaus, Kinder zuerst und an der Hand, Haustiere gesichert mitnehmen. Niemand tritt auf die dem Verkehr zugewandte Seite.

Schritt 3: Hinter die Schutzplanke – nie im Fahrzeug warten

Dies ist der entscheidende Punkt, der auf der Autobahn über Leben und Tod entscheiden kann. Begeben Sie sich mit allen Insassen sofort hinter die Schutzplanke und entfernen Sie sich seitlich vom Fahrzeug. Warten Sie dort, in sicherem Abstand, auf die Hilfe.

Bleiben Sie niemals im Fahrzeug sitzen und stellen Sie sich niemals neben das Fahrzeug auf den Standstreifen. Beides ist lebensgefährlich. Auch wenn es regnet, kalt ist oder die Kinder unruhig werden – der einzig sichere Ort ist hinter der Schutzplanke, auf der dem Verkehr abgewandten Seite. Sollte ausnahmsweise keine Schutzplanke vorhanden sein, suchen Sie sich einen Standort weit abseits der Fahrbahn, etwa auf der Böschung, möglichst hinter einem festen Hindernis.

Auch Insassen, die nicht gut zu Fuß sind, gehören hinter die Schutzplanke. Helfen Sie ihnen über die rechte Seite hinaus und stützen Sie sie auf dem Weg. Die wenigen Sekunden Aufwand sind durch nichts aufzuwiegen.

Schritt 4: Warndreieck weit aufstellen

Erst wenn alle in Sicherheit sind, sichern Sie die Pannenstelle nach hinten ab. Auf der Autobahn gilt eine deutlich größere Entfernung als auf der Landstraße: Stellen Sie das Warndreieck mindestens 150 bis 200 Meter hinter dem Fahrzeug auf. Bei hoher Geschwindigkeit und schlechter Sicht darf es ruhig noch weiter sein. Liegt die Pannenstelle hinter einer Kuppe oder in einer Kurve, gehört das Dreieck vor dieses Sichthindernis, damit nachfolgende Fahrzeuge gewarnt werden, bevor sie Ihr Fahrzeug überhaupt sehen können.

Tragen Sie das zusammengeklappte Warndreieck mit der reflektierenden Fläche zum Verkehr vor sich her und gehen Sie dabei hinter der Schutzplanke entlang, nicht auf dem Standstreifen. So bleiben Sie auf dem gesamten Weg geschützt. Behalten Sie den fließenden Verkehr im Blick und bewegen Sie sich ruhig und bedacht.

Schritt 5: Notruf absetzen und Standort durchgeben

Auf der Autobahn haben Sie zwei verlässliche Wege, Hilfe zu rufen.

Über die Notrufsäule. Etwa alle zwei Kilometer steht am Fahrbahnrand eine orangefarbene Notrufsäule. Den Weg dorthin weisen Ihnen die kleinen schwarzen Pfeile auf den weißen Leitpfosten am Straßenrand – sie zeigen jeweils in Richtung der nächstgelegenen Säule. Folgen Sie den Pfeilen hinter der Schutzplanke. Über die Säule erreichen Sie direkt die zuständige Leitstelle, ohne Ihren genauen Standort kennen zu müssen, denn jede Säule ist eindeutig verortet.

Über das Mobiltelefon. Wählen Sie 110 für die Polizei oder 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst, sobald Personen verletzt sind. Geben Sie Ihren Standort so präzise wie möglich durch: die Autobahnnummer, die Fahrtrichtung sowie den Wert auf den blauen Standortschildern oder den Kilometertafeln am Fahrbahnrand. Diese Tafeln nennen den genauen Streckenkilometer und ermöglichen es der Leitstelle, Sie punktgenau zu lokalisieren. Nennen Sie außerdem, ob Personen gefährdet sind und ob das Fahrzeug eine Fahrspur blockiert.

Halten Sie folgende Angaben bereit: Standort, Fahrzeugtyp und Kennzeichen, Art der Panne und ob jemand verletzt ist.

Für Interessierte: Warum der Standstreifen die Todeszone aus „Mad Max: Fury Road" ist

In „Mad Max: Fury Road” gibt es eine einfache, gnadenlose Regel: Wer den schützenden Konvoi verlässt und allein in der Ödnis stehen bleibt, ist verloren – nicht weil er etwas falsch macht, sondern weil die Umgebung selbst tödlich ist. Genau so verhält es sich mit dem Standstreifen einer Autobahn. Er sieht aus wie ein sicherer Hafen, ist aber in Wahrheit die exponierteste Stelle der gesamten Strecke. Ein paar physikalische und statistische Zusammenhänge machen das greifbar.

Beginnen wir mit der Geschwindigkeit. Ein Fahrzeug mit 130 km/h legt rund 36 Meter pro Sekunde zurück. Die durchschnittliche Reaktionszeit eines aufmerksamen Fahrers liegt bei etwa einer Sekunde – ein abgelenkter oder übermüdeter Fahrer braucht deutlich länger. In dieser einen Sekunde überbrückt das Fahrzeug also bereits die Länge von rund neun Personenwagen, bevor überhaupt der Fuß zur Bremse wandert. Driftet ein solches Fahrzeug nur leicht nach rechts, ist der Standstreifen kein Puffer, sondern Teil der Gefahrenzone. Genau das ist der Grund, warum das Warndreieck auf der Autobahn 150 bis 200 Meter weit hinten steht: Bei 130 km/h vergehen über diese Strecke nur etwa fünf Sekunden – und mehr Vorwarnzeit braucht ein nachfolgender Fahrer mindestens, um sicher zu reagieren und die Spur zu wechseln.

Hinzu kommt ein Wahrnehmungsphänomen, das Fachleute als „Sog der Blickrichtung” oder Zielfixierung kennen. Müde oder unkonzentrierte Fahrer neigen unbewusst dazu, dorthin zu lenken, wohin sie schauen. Ein stehendes Fahrzeug mit eingeschalteter Warnblinkanlage zieht den Blick magisch an – und mit dem Blick wandert das Lenkrad. Das blinkende Fahrzeug, das eigentlich warnen soll, wird so paradoxerweise zum Ziel. Aus diesem Grund ist der seitliche Abstand entscheidend: Je weiter Sie sich hinter der Schutzplanke vom Fahrzeug entfernen, desto weiter sind Sie aus der Linie eines möglichen Aufpralls heraus. Die Schutzplanke selbst ist dabei kein bloßer Sichtschutz, sondern eine konstruktive Barriere, die die Aufprallenergie eines abkommenden Fahrzeugs aufnehmen und es in Längsrichtung umleiten soll, statt es ungebremst durchbrechen zu lassen.

Die Konsequenz aus Physik und Wahrnehmung ist eindeutig und deckt sich mit dem, was Rettungs- und Autobahndienste seit Jahrzehnten beobachten: Der Mensch gehört hinter die Planke, das Fahrzeug bleibt allein zurück. Wie im Konvoi der Wüste lautet die Überlebensregel nicht „beim Fahrzeug bleiben”, sondern „aus der Todeszone heraus und in Deckung”. Erst aus dieser Sicherheit heraus organisiert man alles Weitere – den Notruf, das Warndreieck, die Bergung.

Schritt 6: Auf Hilfe warten – und nichts selbst reparieren

Auf der Autobahn übernehmen die Absicherung und den Abtransport ausschließlich befugte Stellen. Die Autobahnmeisterei oder die Polizei sichern die Pannenstelle ab, und das Abschleppen erfolgt nur durch autorisierte Bergungsdienste, die für den Einsatz auf der Autobahn zugelassen und ausgerüstet sind. Warten Sie hinter der Schutzplanke, bis Hilfe eintrifft. Folgen Sie den Anweisungen der Einsatzkräfte vor Ort.

Reparieren Sie nichts auf dem Standstreifen. Das gilt ausdrücklich auch für den vermeintlich einfachen Reifenwechsel. Ein Radwechsel auf dem Standstreifen bedeutet, mehrere Minuten kniend und mit dem Rücken zum Verkehr zu arbeiten, unmittelbar neben mit hohem Tempo vorbeiziehenden Fahrzeugen. Diese Situation ist lebensgefährlich – auch für geübte Personen, die die knappe Reaktionszeit regelmäßig unterschätzen. Verzichten Sie auf der Autobahn ausnahmslos darauf und lassen Sie das Fahrzeug bergen. Welche Methoden des Abschleppens es gibt und worauf bei Automatik, Allrad und Elektrofahrzeugen zu achten ist, lesen Sie in unserem Ratgeber Liegen geblieben: Bergung, Abschleppen, richtig handeln.

Sonderfall: Panne im Stau und die Rettungsgasse

Eine Panne im stockenden Verkehr oder im Stau hat eine eigene Dynamik. Hier ist die Rettungsgasse Ihr wichtigster Bezugspunkt: Sie wird zwischen dem äußerst linken und dem rechts daneben liegenden Fahrstreifen gebildet, sobald der Verkehr stockt – nicht erst, wenn ein Einsatzfahrzeug zu sehen ist. Über diese Gasse erreichen Rettungs-, Polizei- und Bergungsfahrzeuge die Pannenstelle.

Bleibt Ihr Fahrzeug im Stau liegen, schalten Sie sofort die Warnblinkanlage ein, um den nachfolgenden Verkehr zu warnen. Halten Sie nach Möglichkeit so, dass die Rettungsgasse frei bleibt. Steigen Sie auch hier nur zur rechten, dem Verkehr abgewandten Seite aus und begeben Sie sich hinter die Schutzplanke. Ein liegengebliebenes Fahrzeug im Stau ist ein erhebliches Risiko für nachfolgende Fahrzeuge und für die anrückenden Einsatzkräfte – die konsequent frei gehaltene Rettungsgasse schützt hier doppelt.

Häufige Pannenursachen auf der Autobahn

Auf langen, gleichmäßigen Strecken zeigen sich bestimmte Schwachstellen besonders deutlich. Wer die Hauptursachen kennt, erkennt frühe Warnsignale und beugt vor – die ausführliche Übersicht aller Pannenursachen finden Sie im allgemeinen Pannenratgeber.

Reifenschäden und Reifenplatzer. Die Dauerbelastung bei hohem Tempo lässt unterdruckbeladene oder gealterte Reifen versagen. Prüfen Sie den Reifendruck regelmäßig und tauschen Sie Reifen mit sichtbaren Rissen oder fortgeschrittenem Alter rechtzeitig.

Überhitzung. Auf der Autobahn arbeitet der Motor über lange Zeit unter hoher Last. Kühlmittelverlust, ein klemmendes Thermostat oder ein ausgefallener Lüfter führen dann zur Überhitzung. Beobachten Sie die Temperaturanzeige – sie warnt oft Minuten, bevor der Motor in den Notlauf geht.

Kraftstoff. Bei zügiger Fahrt steigt der Verbrauch, und der nächste Rastplatz ist mitunter weit. Verlassen Sie sich auf die Reservewarnung und tanken Sie rechtzeitig.

Motormanagement-Elektronik. Aussetzende Sensoren oder ein Defekt im Steuergerät versetzen das Fahrzeug in den Notlauf oder stellen den Motor ab. Solche Fehler lassen sich ohne Auslesen des Speichers kaum eingrenzen – hier zeigt sich der Wert der Herstellerdiagnose.

Nach der Bergung: die Ursache klären

Der Abtransport bringt Ihr Fahrzeug von der Gefahrenstelle – doch die entscheidende Frage bleibt offen: Warum ist es passiert? Ein Reifenplatzer kann auf chronischen Unterdruck zurückgehen, eine Überhitzung auf ein schleichendes Kühlmittelleck, ein Notlauf auf einen sporadischen Sensorfehler, der sich seit Wochen ankündigte. Nahezu jede Pannenursache hinterlässt Spuren im Fehlerspeicher der Steuergeräte. Wer diese Befunde ignoriert, riskiert den nächsten Ausfall – im schlimmsten Fall erneut auf der Autobahn.

Genau hier liegt unser Anspruch. Mit dem offiziellen Zugang zu XENTRY (Mercedes), ODIS (VW, Audi, Skoda, Seat) und ISTA (BMW, Mini) lesen wir den vollständigen Fehlerspeicher samt Umgebungsdaten aus und liefern Ihnen einen nachvollziehbaren Befund – keine Vermutung, sondern Messprotokoll. So verwandeln wir die einmalige Panne in dauerhafte Betriebssicherheit. Das ist Werterhalt im besten Sinne: Wir setzen instand, was instand zu setzen ist, und beheben die Ursache, nicht nur das Symptom. Sind Sie in der Region Northeim, Göttingen oder Südniedersachsen unterwegs, koordinieren wir die Bergung mit unseren Partnern direkt zu uns nach Hardegsen-Gladebeck.

Panne auf der Autobahn in der Region Südniedersachsen? Sobald Sie und Ihre Mitfahrer hinter der Schutzplanke in Sicherheit sind, rufen Sie uns an – 05505 5236. Wir bleiben am Telefon, koordinieren die Bergung über autorisierte Dienste und klären anschließend die Ursache mit Herstellerdiagnose. Sie können uns auch per WhatsApp Ihren Standort und ein Foto der Situation senden: https://wa.me/495505999626 – wir übernehmen ab hier.

HU und AU bei KFZ Dietrich

Steht im Zuge der Instandsetzung auch die Hauptuntersuchung an: Die Hauptuntersuchung (HU) erfolgt durch unsere Partner TÜV Nord und Dekra, die Abgasuntersuchung (AU) durch uns über den Bundesinnungsverband des Kraftfahrzeughandwerks (BIV). Wir bieten für Unternehmer auch die DGUV-Prüfung an.


Weiterführende Informationen

Haben Sie technische Fragen zu Ihrem Fahrzeug oder benötigen Sie akute Hilfe? Schreiben Sie unseren Meistern direkt per WhatsApp – teilen Sie Ihren Standort und ein Foto der Situation für eine schnelle Ersteinschätzung.


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Häufig gestellte Fragen

Was ist der gefährlichste Ort bei einer Panne und warum?

Der Standstreifen der Autobahn ist statistisch einer der gefährlichsten Orte im Straßenverkehr. Fahrzeuge, die dort halten, werden regelmäßig von abgelenkten, übermüdeten oder ausweichenden Verkehrsteilnehmern getroffen – bei Geschwindigkeiten von 100 km/h und mehr. Genau deshalb gilt auf der Autobahn eine eigene, strengere Reihenfolge als auf Landstraße oder innerorts: Niemand bleibt im Fahrzeug sitzen, niemand wartet auf dem Standstreifen daneben. Sobald das Fahrzeug steht und alle ausgestiegen sind, gehört der einzig sichere Aufenthaltsort hinter die Schutzplanke. Das Fahrzeug selbst ist versichert und ersetzbar – die Insassen sind durch nichts ersetzbar als durch das richtige Verhalten in den ersten Sekunden.

Wie weit muss das Warndreieck auf der Autobahn aufgestellt werden?

Auf der Autobahn stellen Sie das Warndreieck deutlich weiter auf als auf der Landstraße: mindestens 150 bis 200 Meter hinter dem Fahrzeug, bei hoher Geschwindigkeit und schlechter Sicht eher noch mehr. Liegt die Pannenstelle hinter einer Kuppe oder in einer Kurve, gehört das Dreieck vor das Sichthindernis, damit nachfolgende Fahrzeuge früh genug gewarnt werden und nicht erst, wenn Ihr Fahrzeug bereits in Sicht ist. Tragen Sie das zusammengeklappte Dreieck mit der reflektierenden Fläche zum Verkehr vor sich her und gehen Sie dabei hinter der Schutzplanke entlang, nicht auf dem Standstreifen. Legen Sie vorher die Warnweste an und behalten Sie den fließenden Verkehr ständig im Blick.

Wie finde ich die nächste Notrufsäule auf der Autobahn?

Auf deutschen Autobahnen steht etwa alle zwei Kilometer eine orangefarbene Notrufsäule am Fahrbahnrand. Den Weg dorthin weisen Ihnen die kleinen schwarzen Pfeile auf den weißen Leitpfosten am Straßenrand: Sie zeigen in die Richtung der nächstgelegenen Säule. Folgen Sie den Pfeilen hinter der Schutzplanke. Über die Notrufsäule erreichen Sie direkt die zuständige Leitstelle, ohne Ihren genauen Standort kennen zu müssen, denn jede Säule ist eindeutig verortet. Alternativ nutzen Sie das Mobiltelefon: 110 für die Polizei, 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst bei Verletzten. Nennen Sie Autobahnnummer, Fahrtrichtung und den nächsten Wert auf den blauen Standortschildern oder Kilometertafeln am Fahrbahnrand.

Darf ich auf dem Standstreifen den Reifen wechseln oder selbst reparieren?

Nein, davon ist dringend abzuraten. Ein Radwechsel oder andere Reparaturarbeiten auf dem Standstreifen einer Autobahn sind lebensgefährlich: Sie befinden sich dabei unmittelbar neben dem mit hoher Geschwindigkeit vorbeiziehenden Verkehr, kniend und mit dem Rücken zur Gefahr, oft mehrere Minuten lang. Selbst geübte Personen unterschätzen, wie wenig Reaktionszeit bleibt, wenn ein Fahrzeug auf den Standstreifen gerät. Die sichere Lösung lautet ausnahmslos: Fahrzeug sichern, alle Personen hinter die Schutzplanke, Hilfe rufen und auf die Bergung warten. Den Transport übernimmt ein autorisierter Bergungsdienst, der die Stelle fachgerecht absichert. Was es beim Abschleppen und bei der Bergung zu beachten gilt, lesen Sie in unserem Ratgeber zum liegengebliebenen Fahrzeug.

Was hat die Rettungsgasse mit einer Panne im Stau zu tun?

Bleibt Ihr Fahrzeug im stockenden Verkehr oder im Stau liegen, ist die Rettungsgasse Ihr wichtigster Bezugspunkt. Sie wird zwischen dem äußerst linken und dem rechts daneben liegenden Fahrstreifen gebildet, sobald der Verkehr stockt – nicht erst, wenn ein Einsatzfahrzeug zu sehen ist. Über diese Gasse erreichen Rettungs-, Polizei- und auch Bergungsfahrzeuge die Pannenstelle. Schalten Sie sofort die Warnblinkanlage ein, um den nachfolgenden Verkehr zu warnen, und halten Sie wenn möglich so, dass die Rettungsgasse frei bleibt. Steigen Sie auch im Stau nur zur dem Verkehr abgewandten Seite aus und begeben Sie sich hinter die Schutzplanke. Ein liegengebliebenes Fahrzeug im Stau ist ein erhebliches Risiko – die freie Rettungsgasse rettet hier doppelt.

Wohin wird mein Fahrzeug nach der Bergung gebracht?

Nach der Bergung von der Autobahn entscheiden Sie, in welche Werkstatt Ihr Fahrzeug gebracht wird. Sind Sie in der Region Northeim, Göttingen oder Südniedersachsen unterwegs, koordinieren wir den Transport mit unseren Partnern direkt zu uns nach Hardegsen-Gladebeck. Dort nehmen wir Ihr Fahrzeug in die vollständige Diagnose mit den Herstellersystemen XENTRY, ODIS und ISTA und lesen den kompletten Fehlerspeicher samt Umgebungsdaten aus. So bleibt es nicht beim bloßen Abtransport von der Gefahrenstelle: Sie erhalten einen nachvollziehbaren Befund und eine Instandsetzung, die die Ursache behebt – damit die nächste Fahrt nicht erneut auf dem Standstreifen endet. Rufen Sie uns an unter 05505 5236, sobald Sie in Sicherheit sind.

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