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PCCB Keramikbremse: Service beim Porsche

Porsche Carbon Ceramic Brake (PCCB): Aufbau, Vorteile wie geringes Gewicht und Fading-Stabilität, Besonderheiten beim Service und Verschleißkontrolle.

PCCB Keramikbremse: Service beim Porsche
  • PCCB (Porsche Carbon Ceramic Brake) verbindet eine carbonfaserverstärkte Keramikscheibe mit hoher Belastbarkeit.
  • Vorteile: deutlich geringeres Gewicht, hohe Fading-Stabilität und sehr lange Lebensdauer.
  • Der Service erfordert freigegebene Spezialbeläge und sorgfältige Handhabung der Scheiben.
  • Die Verschleißkontrolle erfolgt nach Herstellervorgabe über Gewicht und Schichtdicke, nicht nach Optik.
  • Fachgerechter Umgang sichert die Funktion und erhält einen erheblichen Fahrzeugwert.

Die Keramikbremse ist die Spitzentechnologie der Bremsentwicklung. Bei Porsche trägt sie den Namen PCCB – Porsche Carbon Ceramic Brake. Sie ist eine kostspielige, hochwertige Ausstattung und verdient einen entsprechend fachgerechten Umgang. Wer eine PCCB sein Eigen nennt, vertraut uns ein Fahrzeug mit besonderem Wert an. Dieser Beitrag erklärt Aufbau, Vorteile und die Besonderheiten beim Service.

Aufbau: Carbonfaser und Siliziumkarbid

Eine PCCB-Scheibe besteht nicht aus Grauguss wie eine konventionelle Bremsscheibe, sondern aus einem carbonfaserverstärkten Siliziumkarbid-Verbundwerkstoff. Die Carbonfasern werden in eine keramische Matrix eingebettet und bei sehr hohen Temperaturen verbacken. Das Ergebnis ist ein extrem hartes, hitzebeständiges und gleichzeitig leichtes Material.

Erkennbar ist die Keramikbremse meist an den charakteristisch lackierten Bremssätteln und der besonderen Oberflächenstruktur der Scheibe. Im Gegensatz zur Stahlscheibe rostet die Keramikscheibe nicht – ein Vorteil, der gerade bei Fahrzeugen mit geringer Laufleistung zum Tragen kommt. Wie sich Reibwerkstoffe grundsätzlich unterscheiden, erläutern wir im Beitrag Bremsbeläge: keramisch oder organisch.

Die Vorteile im Detail

Der erste große Vorteil ist das Gewicht. Eine PCCB-Scheibe wiegt deutlich weniger als ihr Pendant aus Grauguss. Da es sich um ungefederte und rotierende Masse handelt, verbessert die Gewichtsreduktion das Ansprechen des Fahrwerks und die Agilität spürbar.

Der zweite Vorteil ist die Fading-Stabilität. Bei hoher thermischer Belastung – etwa bei sportlicher Fahrweise oder auf der Rennstrecke – behält die Keramikbremse ihre Reibwerte über einen sehr weiten Temperaturbereich bei. Während konventionelle Bremsen bei Überhitzung an Wirkung verlieren, bleibt der Bremsdruckpunkt der PCCB konstant. Mehr zu standfesten Bremssystemen unter hoher Last lesen Sie unter Motorsport-Bremsen für die Rennstrecke. Drittens überzeugt die Lebensdauer: Bei pfleglicher Nutzung überdauert eine Keramikscheibe häufig mehrere Belagsätze.

Besonderheiten beim Service

Der Service einer Keramikbremse unterscheidet sich grundlegend von dem einer konventionellen Anlage. Zentral ist die Wahl der Beläge: PCCB-Scheiben benötigen die exakt für sie freigegebenen Spezialbeläge. Ein ungeeigneter Belag greift die empfindliche Reibschicht der Scheibe an und kann sie dauerhaft schädigen. Wir verbauen daher ausschließlich die vom Hersteller freigegebenen Komponenten.

Auch die Handhabung erfordert Sorgfalt. Die Keramikscheibe ist gegen punktuelle Schlagbelastung empfindlicher als Grauguss – beim Aus- und Einbau ist entsprechend behutsam vorzugehen. Verunreinigungen mit Fett oder ungeeigneten Reinigungsmitteln sind konsequent zu vermeiden. Diese Sorgfalt im Umgang ist kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung für die volle Funktion und den Werterhalt.

Verschleißkontrolle nach Herstellervorgabe

Eine Keramikscheibe lässt sich nicht nach Optik beurteilen. Der Verschleiß erfolgt nicht primär über die Dickenabnahme wie bei Grauguss, sondern über den Abtrag der Reibschicht. Porsche gibt deshalb ein Mindestgewicht der Scheibe vor: Wir wiegen die Scheibe und vergleichen den Wert mit der Vorgabe. Zusätzlich beurteilen wir die Schichtdicke und den Zustand der Reiboberfläche.

Diese Beweisführung über messbare Werte ist der einzige verlässliche Weg, den Zustand einer PCCB zu bestimmen. Das Vorgehen ist Teil unseres grundsätzlichen Service-Verständnisses, das wir im Beitrag Bremsservice Leistungsumfang ausführen. Wie wir konventionelle Scheiben vermessen, zeigt der Beitrag Bremsscheiben-Verschleißmessung – das Prinzip der dokumentierten Messung gilt auch hier.

Bremsgeräusche und ihre Einordnung

Keramikbremsen haben den Ruf, im Alltag gelegentlich Geräusche zu entwickeln – ein leichtes Schleifen oder Quietschen, besonders bei niedrigen Temperaturen, im kalten Zustand oder bei Nässe. Das ist überwiegend ein systembedingtes Verhalten der harten Reibpaarung und kein Mangel. Entscheidend ist die fachkundige Einordnung: Ein konstruktionsbedingtes Geräusch unterscheidet sich von einem, das auf einen ungeeigneten Belag, eine verschmutzte Reibfläche oder ein klemmendes Bauteil hinweist.

Wir nehmen solche Geräusche ernst, ohne vorschnell zu reagieren. Eine gezielte Sichtprüfung der Reiboberfläche, die Kontrolle der Belagführung und der Sättel sowie der Abgleich mit der freigegebenen Belagspezifikation klären, ob Handlungsbedarf besteht. So vermeiden wir, dass ein harmloses Geräusch zu einem unnötigen Eingriff führt – und erkennen umgekehrt einen echten Befund frühzeitig. Diese ruhige, beweisbasierte Beurteilung ist gerade bei einer hochwertigen Anlage angebracht.

Für Techniker: Verschleißmessung über Masse statt Dicke

Bei einer Graugussscheibe ist die Mindestdicke das maßgebliche Verschleißkriterium, weil Material gleichmäßig von der Reibfläche abgetragen wird. Bei der carbonfaserverstärkten Siliziumkarbid-Scheibe verläuft der Verschleiß anders: Die Reibschicht oxidiert und trägt sich über die Betriebszeit mikroskopisch ab, ohne dass sich die Gesamtdicke im gleichen Maß ändert. Eine reine Dickenmessung erfasst diesen Zustand nicht zuverlässig.

Porsche gibt deshalb ein Mindestgewicht je Scheibe vor. Wir wiegen die ausgebaute Scheibe mit einer ausreichend genauen Waage und vergleichen den Wert mit der Vorgabe für die jeweilige Scheibengröße. Unterschreitet die Scheibe das Mindestgewicht, ist sie zu erneuern – unabhängig vom optischen Eindruck. Ergänzend beurteilen wir die Reiboberfläche auf Risse, Ausbrüche und Verglasung. Diese kombinierte Bewertung aus Gewicht und Sichtbefund ist der einzige belastbare Weg, den Restzustand einer PCCB zu dokumentieren.

Pflege im Alltag und vor der Einlagerung

Wer eine Keramikbremse besitzt, kann mit einigen Gewohnheiten viel zu ihrem Werterhalt beitragen. Da die PCCB-Scheibe nicht rostet, bleibt sie auch nach längeren Standzeiten optisch und funktional in gutem Zustand – ein deutlicher Vorteil gegenüber der Graugussscheibe, die nach wenigen Tagen Flugrost ansetzt. Dennoch profitiert das System von gelegentlichen, kräftigeren Bremsungen, die Belag und Reibfläche sauber halten.

Steht das Fahrzeug über den Winter oder eine Saison, beraten wir Sie zur fachgerechten Einlagerung. Dazu gehört, die Bremse vor dem Abstellen trocken und sauber zu hinterlassen und sie nach längerer Ruhe behutsam wieder einzufahren. Auch der Zustand der Bremsflüssigkeit gehört zur Betrachtung, denn diese altert unabhängig vom Reibsystem. Diese sorgsame Begleitung über den gesamten Lebenszyklus ist Teil dessen, was wir unter Werterhalt verstehen: nicht nur die Reaktion auf einen Befund, sondern die vorausschauende Pflege einer hochwertigen Anlage.

Warum fachgerechter Umgang den Wert erhält

Eine PCCB-Anlage repräsentiert einen erheblichen Anteil am Wert eines hochwertigen Fahrzeugs. Ein unsachgemäßer Service – falsche Beläge, beschädigte Reibschicht, unterlassene Gewichtskontrolle – kann diesen Wert in kurzer Zeit zunichtemachen. Fachgerechter Umgang ist daher unmittelbar Werterhalt.

Wir behandeln Ihre Keramikbremse mit der gleichen Sorgfalt, als wäre es unser eigenes Fahrzeug: freigegebene Komponenten, dokumentierte Verschleißkontrolle und ein nachvollziehbarer Befund. So bleibt Ihre PCCB das, was sie sein soll – ein Stück Hochtechnologie auf Herstellerniveau. Mehr über unsere Kompetenz finden Sie auf https://bremsen.kfz-dietrich.com.

Vertrauen Sie Ihre Keramikbremse einem Betrieb an, der sie fachgerecht behandelt. Vereinbaren Sie einen Termin – ich beurteile die Anlage persönlich und bespreche jeden Schritt mit Ihnen.

KFZ Dietrich Meckelstraße 8, 37181 Hardegsen Telefon: 05505 5236 Öffnungszeiten: Mo–Fr 07:30–16:30 Uhr

Häufig gestellte Fragen

Wie lange hält eine PCCB-Keramikbremse?

Bei überwiegend straßennaher Nutzung erreichen die Keramikscheiben oft eine sehr hohe Laufleistung und überdauern mehrere Belagsätze. Maßgeblich ist der Befund: Wir kontrollieren die Scheiben über das Gewicht und die Schichtdicke nach Herstellervorgabe, nicht über das bloße Aussehen.

Kann ich auf der Keramikbremse normale Bremsbeläge verwenden?

Nein. PCCB-Scheiben benötigen die dafür freigegebenen Spezialbeläge. Ungeeignete Beläge schädigen die Reibschicht der Scheibe und gefährden die Bremsleistung. Wir verwenden ausschließlich die für das System freigegebenen Komponenten.

Woran erkenne ich, ob mein Porsche eine Keramikbremse hat?

Die PCCB ist meist an den charakteristisch lackierten Bremssätteln sowie an der besonderen, nicht rostenden Oberfläche der Scheibe zu erkennen. Sicheren Aufschluss gibt die Fahrzeugausstattung beziehungsweise die Optionsliste. Im Zweifel ordnen wir die Anlage anhand der Fahrzeugdaten und einer Sichtprüfung eindeutig zu, bevor wir Beläge oder Service planen.

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