- Die HU ist keine Schikane, sondern eine wiederkehrende Sicherheitsprüfung – mit guter Vorbereitung gehen Sie entspannt hinein.
- Die häufigsten Durchfall-Gründe sind Beleuchtung, Bremsen und Reifen – alle vorab erkennbar und behebbar.
- Ein Vorab-Check zwei bis drei Wochen vor dem Fälligkeitsmonat verhindert die kostspielige Nachuntersuchung.
- Bei uns kommt alles aus einer Hand: HU über TÜV Nord und Dekra, AU über uns – Sie koordinieren nur einen Termin.
- Wir prüfen messbar und dokumentiert und sagen Ihnen klar, was vor der Prüfung erledigt sein muss.
Die Hauptuntersuchung gehört zu jenen Terminen, die viele Familien mit einem gewissen Unbehagen verbinden. Wird das Fahrzeug durchkommen? Kommt am Ende eine lange Mängelliste? Diese Sorge ist verständlich, aber unnötig – denn die HU ist in ihrem Kern nichts anderes als eine regelmäßige, unabhängige Bestätigung dessen, was Sie sich ohnehin wünschen: dass das Auto, in dem Ihre Familie sitzt, sicher unterwegs ist. Wer die Prüfung vorbereitet, statt sie abzuwarten, verwandelt einen unangenehmen Pflichttermin in eine planbare Gewissheit. Dieser Beitrag führt Sie sachlich durch die Vorbereitung.
Was bei HU und AU tatsächlich geprüft wird
Die Hauptuntersuchung beurteilt den verkehrssicheren und vorschriftsmäßigen Zustand Ihres Fahrzeugs. Geprüft werden die sicherheitsrelevanten Systeme nach einem festen Katalog: die Bremsanlage auf einem Bremsenprüfstand, die gesamte Beleuchtung, Reifen und Räder, das Fahrwerk und die Lenkung, die Abgasanlage sowie tragende Teile der Karosserie auf Korrosion. Hinzu kommen Umweltaspekte und die Funktion sicherheitsrelevanter elektronischer Systeme.
Die Abgasuntersuchung (AU) ist Teil dieses Gesamtbilds und prüft die Schadstoffwerte sowie die Funktion der abgasrelevanten Steuerung. Bei modernen Fahrzeugen wird dazu der Fehlerspeicher der Motorsteuerung ausgelesen – ein gespeicherter Fehler an einem abgasrelevanten Bauteil kann die AU bereits beeinträchtigen, auch wenn das Fahrzeug augenscheinlich normal läuft.
Das Ergebnis der HU ist klar geregelt: keine Mängel, geringe Mängel, erhebliche Mängel oder verkehrsunsicher. Bei erheblichen Mängeln gibt es keine Plakette, und das Fahrzeug muss innerhalb eines Monats zur Nachuntersuchung. Genau diesen Umweg möchten wir Ihnen ersparen.
Die häufigsten Durchfall-Gründe – und wie Sie ihnen begegnen
Ein großer Teil der nicht bestandenen Hauptuntersuchungen geht auf wenige, immer wiederkehrende Punkte zurück. Das Erfreuliche daran: Fast alle sind im Vorfeld erkennbar und behebbar.
Beleuchtung. Defekte oder falsch eingestellte Scheinwerfer, ausgefallene Brems- oder Kennzeichenleuchten und blinde Streuscheiben gehören zu den häufigsten Beanstandungen. Eine durchgebrannte Glühlampe ist schnell behoben – wird sie aber erst auf dem Prüfstand entdeckt, kostet sie die Plakette. Eine vollständige Funktionskontrolle aller Leuchten ist deshalb der erste Schritt jeder Vorbereitung. Wie sehr eine intakte Beleuchtung gerade in der dunklen Jahreszeit zur Sicherheit beiträgt, lesen Sie in unserem Beitrag zu Beleuchtung und Sicht im Herbst und Winter.
Bremsen. Die Bremsanlage wird auf dem Prüfstand gemessen – Bremswirkung, gleichmäßige Verzögerung an allen Rädern und der Zustand von Belägen, Scheiben und Leitungen. Zu dünne Beläge, riefige Scheiben oder feuchte Stellen an den Bremsleitungen führen zur Beanstandung. Auch eine überalterte Bremsflüssigkeit kann ein Thema sein. Wie wir die Bremsanlage messtechnisch beurteilen, beschreiben wir im Detail unter Reifen und Bremsen am Familienauto prüfen.
Reifen. Zu geringe Profiltiefe, ungleichmäßiger Verschleiß, Beschädigungen an der Flanke oder ein zu hohes Reifenalter werden ebenfalls bemängelt. Der gesetzliche Mindestwert von 1,6 Millimetern ist dabei die Grenze – aus Sicherheitsgründen empfehlen wir, deutlich früher zu handeln.
Achsaufhängung, Ölverlust und Korrosion. Spiel in den Lenk- und Fahrwerksgelenken, sichtbarer Ölverlust und Rost an tragenden Teilen sind die weiteren Klassiker. Diese Punkte erkennen wir bei einer Durchsicht auf der Hebebühne zuverlässig.
Der Vorab-Check: HU planbar machen
Der entscheidende Hebel für eine entspannte Hauptuntersuchung ist der zeitliche Vorlauf. Wir empfehlen einen Vorab-Check etwa zwei bis drei Wochen vor dem Fälligkeitsmonat. Dabei prüfen wir Ihr Familienauto systematisch nach genau den Kriterien, die auch der Prüfer anlegt: Beleuchtung, Bremsanlage, Reifen, Fahrwerk, Abgasverhalten und Korrosion an tragenden Teilen. Zusätzlich lesen wir den Fehlerspeicher aus, um abgasrelevante Einträge vor der AU zu erkennen.
Stellen wir dabei einen Mangel fest, besprechen wir ihn mit Ihnen, ordnen ihn nach Dringlichkeit ein und beheben das Notwendige, bevor der eigentliche Prüftermin ansteht. So kommt es nicht zur ungeplanten Nachuntersuchung mit doppeltem Aufwand. Diese Vorgehensweise ist nicht nur ruhiger, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll – ein erkannter Mangel lässt sich in einen geplanten Termin legen, statt ihn unter Zeitdruck nach einer nicht bestandenen Prüfung beheben zu müssen.
Den Fälligkeitsmonat lesen Sie übrigens an der Prüfplakette auf dem hinteren Kennzeichen ab: Die Zahl oben außen nennt den Monat, die Zahl in der Mitte das Jahr. Verstreicht der Termin, drohen bei der nächsten Kontrolle Konsequenzen – ein weiterer Grund, den Termin frühzeitig zu planen.
Alles aus einer Hand: HU und AU bei KFZ Dietrich
Sie müssen sich nicht zwischen mehreren Stellen aufteilen. Die Hauptuntersuchung (HU) erfolgt durch unsere Partner TÜV Nord und Dekra, die Abgasuntersuchung (AU) durch uns über den Bundesinnungsverband des Kraftfahrzeughandwerks (BIV). Wir bieten für Unternehmer auch die DGUV-Prüfung an.
Für Sie als Familie bedeutet das: Wir bereiten Ihr Fahrzeug vor, führen die AU durch und stimmen den HU-Termin mit unseren Prüfpartnern ab. Sie geben das Auto einmal ab und holen es geprüft wieder ab. Diese Bündelung ist der eigentliche Komfort – kein Hin und Her, keine zwei Termine, eine durchgehende Verantwortung.
Vorausschauend statt auf den letzten Drücker
Die Hauptuntersuchung ist letztlich ein Spiegel der laufenden Pflege. Ein Fahrzeug, das vorausschauend gewartet wird, besteht die Prüfung in aller Regel ohne Überraschung – einfach deshalb, weil Verschleiß erkannt und behoben wurde, bevor er zum Mangel wurde. Wer dagegen nur reagiert, erlebt die HU häufiger als unangenehme Bestandsaufnahme.
Deshalb betrachten wir die HU-Vorbereitung nicht als isolierten Termin, sondern als Teil eines durchdachten Wartungsplans. Wenn ohnehin eine Inspektion ansteht, lässt sich der Vorab-Check sinnvoll damit verbinden. Warum sich diese Haltung langfristig auszahlt, erläutern wir im Beitrag Inspektion am Familienauto: warum vorausschauend. Die HU ist dann kein Risiko, sondern eine unabhängige Bestätigung dessen, was Sie ohnehin wissen: dass Ihr Familienauto sicher ist.
Ein bestandener Prüftermin ist damit mehr als eine neue Plakette. Er ist eine Investition in Gewissheit – die ruhige Sicherheit, dass das Fahrzeug, das Ihre Familie täglich transportiert, von unabhängiger Stelle als verkehrssicher bestätigt wurde.
Kontakt
Steht die Hauptuntersuchung an Ihrem Familienauto an? Nennen Sie uns den Fälligkeitsmonat von der Plakette, dann planen wir den Vorab-Check rechtzeitig und stimmen den Prüftermin für Sie ab. Wir prüfen systematisch, beheben Notwendiges vorab und besprechen jeden Befund nachvollziehbar mit Ihnen.
KFZ Dietrich Meckelstraße 8 37181 Hardegsen
Telefon: 05505 5236
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 07:30 bis 16:30 Uhr.
Weitere Informationen zu unseren Leistungen finden Sie auf kfz-dietrich.com.