- Eine Inspektion nach Herstellervorgabe ist eine strukturierte Systemanalyse, kein Abhaken einer Anzeige.
- Geprueft werden Flüssigkeiten, Bremsanlage, Fahrwerk, Beleuchtung, Filter und der Fehlerspeicher.
- Ein Service-Reset löscht nur die Wartungsanzeige – er ersetzt keine Prüfung.
- Wir arbeiten nach einer fahrzeugspezifischen Checkliste und übergeben ein nachvollziehbares Protokoll.
- Die Herstellerdiagnose XENTRY, ODIS und ISTA macht auch verdeckte Befunde sichtbar.
Inspektion nach Werksvorgabe – mehr als ein Aufkleber
Wenn das Kombiinstrument eine fällige Wartung anzeigt, ist das lediglich ein zeit- oder kilometerbasierter Hinweis. Die eigentliche Arbeit beginnt darunter. Eine Inspektion nach Herstellervorgabe folgt einer fahrzeugspezifischen Liste von Prüfpunkten, die der Hersteller für jede Baureihe und jedes Motorbaujahr definiert. Wir arbeiten diese Liste systematisch ab und liefern Befunde – keine Vermutungen. Eine ausführliche Übersicht zum Vorgehen finden Sie auch in unserem Beitrag zur Inspektion nach Herstellervorgabe.
Die Prüfpunkte im Detail
Flüssigkeiten
Motoröl, Kühlmittel, Bremsflüssigkeit, Servoöl und gegebenenfalls Getriebeöl werden auf Stand, Zustand und Dichtheit geprüft. Beim Motoröl entscheidet die korrekte Freigabe über die Lebensdauer des Aggregats – welche Spezifikation für Ihr Fahrzeug zwingend ist, erläutern wir im Beitrag zur ACEA-Spezifikation beim Motoröl. Die Bremsflüssigkeit zieht über die Jahre Wasser, was den Siedepunkt senkt; die Intervalle dazu erklären wir unter Bremsflüssigkeit wechseln.
Bremsanlage
Beläge und Scheiben werden vermessen, Bremsleitungen und Schläuche auf Korrosion und Scheuerstellen kontrolliert, die Funktion der Feststellbremse geprüft. Hier geht es um Sicherheit, daher dokumentieren wir Restbeläge in Millimetern statt mit der Einschätzung „noch gut”.
Fahrwerk
Stoßdämpfer, Querlenker, Spurstangenköpfe, Traggelenke, Achsmanschetten und Radlager werden auf Spiel und Dichtheit geprüft. Lose oder ausgeschlagene Komponenten verändern das Fahrverhalten schleichend und beeinträchtigen die Substanz des Fahrzeugs.
Beleuchtung und Elektrik
Sämtliche Leuchten, Blinker, Bremslicht und Innenbeleuchtung werden auf Funktion geprüft. Auch der Zustand der Batterie und der Ladespannung gehört dazu – gerade bei modernen Fahrzeugen ein häufig unterschätzter Punkt.
Filter
Ölfilter, Luftfilter, Innenraumfilter und beim Diesel der Kraftstofffilter werden nach Intervall getauscht. Welche Filter wann fällig sind, fassen wir im Überblick zu Fahrzeugfiltern zusammen.
Fehlerspeicher
Dieser Punkt trennt eine vollwertige Inspektion von einer oberflächlichen Durchsicht. Mit der Herstellerdiagnose lesen wir alle Steuergeräte aus – nicht nur das Motorsteuergerät, sondern auch ABS, Airbag, Getriebe und Komfortsysteme. Viele Befunde liegen als gespeicherter Fehler vor, lange bevor eine Warnleuchte aufleuchtet. Wie tiefgehend ein solches Auslesen ist, zeigen wir im Beitrag zur Fahrzeughistorie auslesen.
Service-Reset ist keine Prüfung
Ein Service-Reset setzt die Wartungsanzeige zurück – mehr nicht. Das Fahrzeug meldet dann erst beim nächsten Intervall wieder. Wer ausschließlich zurücksetzt, ohne die Baugruppen zu prüfen, verschiebt das Risiko in die Zukunft. Wir setzen die Anzeige erst zurück, nachdem die vollständige Prüfung abgeschlossen und protokolliert ist. So bleibt die Anzeige ein verlässliches Signal und nicht nur eine gelöschte Erinnerung.
Warum Checkliste und Protokoll
Eine schriftliche Checkliste stellt sicher, dass kein Prüfpunkt übersehen wird – unabhängig davon, wer am Fahrzeug arbeitet. Das anschließende Protokoll macht jeden Befund nachvollziehbar: Restbelagstärke, Bremsflüssigkeitsmessung, ausgelesene Fehlercodes und durchgeführte Arbeiten. Für Sie ist dieses Dokument ein belastbarer Nachweis gegenüber Garantiegebern und späteren Käufern. Es ordnet sich in die lückenlose Auftragshistorie als Asset ein, die den Wert Ihres Fahrzeugs messbar erhält.
Diese Beweisführung ist Teil unseres Selbstverständnisses. Wir erklären Ihnen jeden Punkt und beziehen Sie in Entscheidungen ein – etwa wenn ein Verschleißteil zwar noch innerhalb der Toleranz liegt, der Austausch beim nächsten Termin aber sinnvoll wäre. Welche Arbeiten genau hinter dem Begriff Inspektion stehen und wie sich daraus der Aufwand ergibt, lesen Sie ergänzend unter Inspektion – was wirklich gemacht wird und im transparenten Kostenrahmen einer Inspektion.
Was wir Ihnen versprechen
Wir behandeln Ihr Fahrzeug nach Herstellervorgabe und mit derselben Diagnosetechnik wie eine Vertragswerkstatt: XENTRY für Mercedes, ODIS für die VW-Gruppe und ISTA für BMW. Sie erhalten am Ende ein klares Bild über den Zustand Ihres Fahrzeugs, dokumentiert und nachprüfbar. Das ist der Unterschied zwischen einer erledigten Aufgabe und einer geleisteten Prüfung.
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