Ein Getriebe ist keine Einheit, sondern vier Baugruppen mit sehr verschiedenen
Lebensdauern. Welche davon betroffen ist, entscheidet, ob eine Instandsetzung überhaupt
möglich ist — und ob Ihr Fahrzeug dafür hier sein muss.
Getriebesteuergerät und Mechatronik — elektronisch — instand setzbar
Steuergerät, Ventilblock, Drucksensorik und Magnetventile. Bei Doppelkupplungsgetrieben sitzt die Elektronik als Mechatronik-Einheit im Getriebe, bei vielen Wandlerautomaten als eigenes Steuergerät.
Befund: Fehlerspeicher mit Umgebungsdaten, Adaptionswerte und Live-Druckwerte über das Werksdiagnosesystem der jeweiligen Marke. Eine gealterte Mechatronik erzeugt Symptome, die von außen wie ein mechanischer Schaden aussehen — Notlauf, harte Schaltungen, ausfallende Gangbereiche.
Diese Baugruppe lässt sich ausbauen und bundesweit einsenden.
Hydraulik und Ölkreislauf — instand setzbar
Ölpumpe, Druckspeicher, Ölkühler, Filter und Leitungen. Verschlissene Dichtungen und Abrieb im Öl verändern den Steuerdruck, lange bevor ein Zahnrad Schaden nimmt.
Befund: Druckaufbau und Pumpenlaufzeit unter Last messen, Öl auf Abrieb und Verfärbung beurteilen, den Kühlerkreislauf auf Durchgang prüfen. Hier entscheidet sich häufig, ob eine Spülung noch trägt oder bereits Folgeschäden vorliegen.
Dafür muss das Fahrzeug bei uns sein.
Kupplung, Wandler und Zweimassenschwungrad — Verschleißteile — Tausch der Baugruppe
Doppelkupplung (nass oder trocken), Drehmomentwandler mit Überbrückungskupplung, Ausrücksystem und Zweimassenschwungrad.
Befund: Kisspoint- und Adaptionswerte bei Betriebstemperatur, Schlupf der Wandlerüberbrückung, akustische Beurteilung unter Last. Verschleiß ist hier bestimmungsgemäß — die Frage ist nicht, ob getauscht wird, sondern ob wirklich die Kupplung und nicht die Ansteuerung die Ursache ist.
Dafür muss das Fahrzeug bei uns sein.
Getriebemechanik — Überholung im Ausbau
Zahnräder, Lager, Synchronringe, Schaltgabeln, Planetensätze und Freiläufe.
Befund: Abschließend erst nach der Zerlegung zu beurteilen. Vorher grenzen Geräuschbild unter Last, Öl-Befund und Fehlerspeicher ein, ob überhaupt ein mechanischer Schaden vorliegt — oft genug tut er das nicht, und die Elektronik oder der Öldruck war die Ursache.
Fahrzeug vor Ort, Getriebe wird ausgebaut.