- Bei einem unverschuldeten Unfall haben Sie freie Werkstattwahl – Sie müssen keine von der Versicherung empfohlene Werkstatt nutzen.
- Wir übernehmen die Versicherungsabwicklung: Kostenvoranschlag, Gutachten-Abstimmung, Reparaturnachweis.
- Fachgerechte Instandsetzung bedeutet zunächst eine vollständige Schadensaufnahme – auch verdeckte Schäden an tragenden Teilen werden geprüft.
- Nach der Reparatur ist bei modernen Fahrzeugen eine ADAS-Kalibrierung von Kamera und Radar erforderlich – sicherheitsrelevant und dokumentationspflichtig.
- Als Meisterbetrieb in Hardegsen-Gladebeck übernehmen wir ab dem Moment, in dem Sie zu uns kommen.
Wir übernehmen ab hier: der erste Schritt nach dem Unfall
Ein Unfall ist eine Ausnahmesituation. Neben dem Schreck steht plötzlich eine Reihe von Fragen im Raum: Wer reguliert den Schaden? Welche Werkstatt darf ich wählen? Was passiert mit der Sicherheit meines Fahrzeugs? In unserer Werkstatt in Hardegsen-Gladebeck verstehen wir die Unfallschaden-Instandsetzung deshalb nicht nur als handwerkliche Aufgabe, sondern als Entlastung. Ab dem Moment, in dem Sie zu uns kommen, übernehmen wir die Steuerung des Prozesses.
Das Wichtigste vorweg: Bei einem unverschuldeten Unfall haben Sie in Deutschland das Recht auf freie Werkstattwahl. Sie sind nicht verpflichtet, eine von der gegnerischen Versicherung benannte Werkstatt zu beauftragen. Sie entscheiden, wem Sie Ihr Fahrzeug anvertrauen – und wir koordinieren von dort an die Abwicklung mit der Versicherung.
Der Ablauf einer Unfallschaden-Instandsetzung
Schritt 1: Schadensaufnahme und Befundung
Bevor irgendetwas repariert wird, steht die vollständige Schadensaufnahme. Sichtbare Schäden an Stoßfänger, Kotflügel oder Tür sind nur die eine Seite. Die andere – und oft entscheidende – sind verdeckte Schäden: Verformungen am Längsträger, Stauchungen im Vorbau, Beschädigungen an Sensorhalterungen oder am Kühlerträger. Wir nehmen das Fahrzeug systematisch auf und dokumentieren jeden Befund mit Fotos.
Schritt 2: Kostenvoranschlag und Gutachten-Abstimmung
Auf Basis der Befundung erstellen wir einen detaillierten Kostenvoranschlag. Bei größeren Schäden stimmen wir uns mit dem Gutachter ab, den Sie als Geschädigter eines unverschuldeten Unfalls beauftragen dürfen. Wir liefern dem Gutachter die technischen Details und sorgen dafür, dass der Reparaturumfang vollständig und nachvollziehbar erfasst ist.
Schritt 3: Versicherungsabwicklung
Wir übernehmen die Korrespondenz mit der regulierenden Versicherung. Kostenvoranschlag, Gutachten-Abstimmung, Freigaben und Reparaturnachweis – diese Unterlagen koordinieren wir, damit die Regulierung reibungslos läuft. Sie behalten dabei jederzeit den Überblick: Wir kommunizieren proaktiv jeden Schritt, besonders bei den Kosten.
Schritt 4: Fachgerechte Reparatur
Die eigentliche Instandsetzung folgt klaren Prioritäten. Tragende Teile und sicherheitsrelevante Strukturen werden nach Herstellervorgabe instand gesetzt oder ersetzt. Wo es die Substanz erlaubt, setzen wir fachgerecht instand statt vorschnell auszutauschen. Karosseriearbeiten, Lackierung und die Wiederherstellung der korrekten Spaltmaße gehören ebenso dazu wie die Prüfung der Fahrwerksgeometrie.
Schritt 5: Sicherheits- und Funktionsprüfung
Nach der Reparatur wird das Fahrzeug auf Herz und Nieren geprüft: Achsvermessung, Funktionskontrolle aller betroffenen Systeme und – bei modernen Fahrzeugen – die Kalibrierung der Assistenzsysteme. Erst wenn alle sicherheitsrelevanten Funktionen einwandfrei arbeiten, geben wir das Fahrzeug an Sie zurück.
Sicherheit und ADAS-Kalibrierung nach dem Unfall
Ein Punkt, der bei der Unfallschaden-Instandsetzung oft unterschätzt wird: die Fahrerassistenzsysteme. Moderne Fahrzeuge tragen Kameras hinter der Windschutzscheibe, Radarsensoren in der Frontstoßstange und Seitenradare im Heck. Diese Sensoren sind auf eine exakte Geometrie kalibriert. Schon ein Eingriff an Stoßstange, Frontpartie, Windschutzscheibe oder Fahrwerk verschiebt ihre Ausrichtung – und damit die Funktion von Spurhalteassistent, Notbremsassistent und Abstandsregelung.
Nach jeder Instandsetzung, die diese Bereiche berührt, ist deshalb eine Kalibrierung mit der Herstellersoftware erforderlich. Wir haben offiziellen Zugang zu XENTRY (Mercedes), ODIS (VW/Audi/Skoda/Seat) und ISTA (BMW/Mini) und kalibrieren die Assistenzsysteme nach Herstellervorgabe. Diese Kalibrierung ist nicht optional, sondern sicherheitsrelevant und dokumentationspflichtig – wir halten sie im Reparaturnachweis fest.
Wie die Mercedes-spezifische Kalibrierung mit der ADAS-Tafel abläuft, beschreiben wir im Detail im Beitrag XENTRY ADAS-Tafel: Mercedes-Kalibrierung in der Praxis. Geht es um die Kalibrierung nach einem Scheibentausch, finden Sie weiterführende Informationen auf https://scheibendoktor.kfz-dietrich.com/adas/.
Verdeckte Schäden: warum die genaue Befundung entscheidend ist
Aus unserer Werkstattpraxis wissen wir: Der sichtbare Schaden ist häufig nicht der ganze Schaden. Ein nach außen geringfügig wirkender Frontaufprall kann den Längsträger gestaucht, einen Sensor dejustiert oder einen Kühler beschädigt haben. Wer hier nur das Sichtbare repariert, riskiert, dass sicherheitsrelevante Schäden unentdeckt bleiben.
Typische verdeckte Befunde nach einem Frontschaden:
- Verformungen an Längsträger oder Querträger – tragende Strukturen, die die Crash-Sicherheit bestimmen.
- Dejustierte oder beschädigte Sensorik – Frontradar und Kamera, die nach der Reparatur kalibriert werden müssen.
- Beschädigte Sensorhalterungen – kleine Bauteile mit großer Wirkung auf die Funktion der Assistenzsysteme.
- Verschobene Fahrwerksgeometrie – ein Achseingriff, der eine Vermessung und eine erneute ADAS-Kalibrierung nach sich zieht.
- Folgeschäden an der Elektronik – Steckkontakte und Leitungen im verformten Bereich.
Deshalb steht bei uns die vollständige Befundung immer am Anfang. Wir liefern Befunde, keine Vermutungen – und wir machen jeden Schritt für Sie nachvollziehbar.
Für Techniker: Statische und dynamische ADAS-Kalibrierung nach Strukturarbeit
Nach einer Instandsetzung, die Frontpartie, Windschutzscheibe oder Fahrwerk berührt, reicht das bloße Verbauen der Sensoren nicht aus – ihre Bezugsrichtung muss elektronisch neu eingelernt werden. Frontkameras hinter der Scheibe werden meist statisch kalibriert: Vor dem Fahrzeug steht eine herstellerspezifische Zieltafel in exakt definiertem Abstand und exakter Höhe, ausgerichtet auf die geometrische Fahrachse. Letzteres ist entscheidend, denn die Kalibrierung bezieht sich nicht auf die Mittellinie der Karosserie, sondern auf die tatsächliche Fahrachse aus der Achsvermessung – eine verschobene Hinterachsgeometrie verfälscht sonst die Sensorausrichtung.
Radarsensoren in der Stoßstange werden je nach Hersteller statisch über einen Reflektor oder ein Doppler-Target eingestellt, andere Systeme verlangen eine dynamische Kalibrierfahrt unter definierten Bedingungen. Über XENTRY, ODIS und ISTA lesen wir die Sollwerte ein und protokollieren das Ergebnis. Genau hier zeigt sich, warum Karosseriearbeit und Diagnose-Kompetenz in ein Haus gehören: Wird nach der Strukturreparatur die Fahrachse nicht sauber vermessen, scheitert oder verfälscht sich jede nachfolgende Kalibrierung – mit direkten Folgen für die Funktion von Notbrems- und Spurhalteassistent.
Ihre Rechte als Geschädigter eines unverschuldeten Unfalls
Wer unverschuldet in einen Unfall verwickelt ist, hat eine Reihe von Rechten, die wir Ihnen gerne transparent machen:
- Freie Werkstattwahl: Sie entscheiden, wer Ihr Fahrzeug repariert.
- Eigener Gutachter: Bei nicht nur geringfügigen Schäden dürfen Sie einen unabhängigen Gutachter beauftragen.
- Reparatur nach Herstellervorgabe: Sie haben Anspruch auf eine fachgerechte Instandsetzung, die Ihr Fahrzeug in den Zustand vor dem Unfall versetzt – inklusive der erforderlichen ADAS-Kalibrierung.
- Nachvollziehbare Dokumentation: Ein Reparaturnachweis belegt Umfang und Qualität der Arbeiten und ist auch für den späteren Werterhalt relevant.
Wir unterstützen Sie dabei, diese Rechte wahrzunehmen, und übernehmen die Abstimmung mit den Beteiligten. Mehr zu unserem Leistungsumfang bei der Unfallinstandsetzung finden Sie auf https://unfallschaden.kfz-dietrich.com.
Warum ein Meisterbetrieb mit Diagnose-Kompetenz den Unterschied macht
Die Unfallschaden-Instandsetzung moderner Fahrzeuge ist längst nicht mehr nur eine Frage von Blech und Lack. Sie verlangt Karosserie-Handwerk und elektronische Kompetenz in einem Haus. Genau das ist unsere Stärke: Wir setzen die Substanz fachgerecht instand und stellen anschließend mit der originalen Herstellersoftware sicher, dass alle Assistenzsysteme wieder zuverlässig arbeiten.
In unserer Werkstatt in Hardegsen-Gladebeck verbinden wir beides. Damit decken wir die Region Südniedersachsen – von Northeim über Göttingen bis Einbeck – mit einer Unfallschaden-Instandsetzung ab, die der Qualität einer Markenwerkstatt entspricht, gepaart mit der persönlichen Betreuung eines unabhängigen Meisterbetriebs.
Über KFZ Dietrich
KFZ Dietrich ist ein Meisterbetrieb in Hardegsen-Gladebeck im Landkreis Northeim. Wir haben uns auf komplexe Diagnose, ECU-Programmierung und ADAS-Kalibrierung spezialisiert und übernehmen die Unfallschaden-Instandsetzung von der Schadensaufnahme über die Versicherungsabwicklung bis zur sicherheitsrelevanten Endkontrolle. Nils Dietrich ist KFZ-Mechatroniker und führt die Diagnosen persönlich durch.
Die Hauptuntersuchung (HU) erfolgt durch unsere Partner TÜV Nord und Dekra, die Abgasuntersuchung (AU) durch uns über den Bundesinnungsverband des Kraftfahrzeughandwerks (BIV). Wir bieten für Unternehmer auch die DGUV-Prüfung an. Übergreifende Informationen zu unserem Betrieb finden Sie auf https://kfz-dietrich.com.
Termin oder Schadens-Anfrage
Wenn Sie nach einem Unfall eine fachgerechte Instandsetzung benötigen, sprechen Sie uns an. Wir nehmen den Schaden vollständig auf, übernehmen die Abstimmung mit der Versicherung und stellen sicher, dass Ihr Fahrzeug – einschließlich aller Assistenzsysteme – sicher auf die Straße zurückkehrt.
KFZ Dietrich Meckelstraße 8, 37181 Hardegsen Telefon: 05505 5236 Öffnungszeiten: Mo–Fr 07:30–16:30 Uhr